Infobrief "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"
UBi 2020 Infobrief 2 September 2016
An alle Akteure von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020" (UBi 2020): Initiativkreis, Unterstützerkreis, Kontaktnetzwerk von Kammern und Ländern, Beteiligte der Aktionsplattform Sehr geehrte Damen und Herren, dies ist die zweite Ausgabe des Infobriefs "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020". Mehrmals im Jahr bietet dieses kleine Format allen, die sich an der Dialog- und Aktionsplattform beteiligen, die Gelegenheit, aktuelle Informationen zu ihren Aktivitäten auszutauschen. Der Infobrief beschränkt sich bewusst auf diesen Austausch im Netzwerk, um Dopplungen mit anderen Newslettern und Publikationen zum Thema Unternehmen und biologische Vielfalt zu vermeiden. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre. Rechtzeitig vor der nächsten Ausgabe erinnern wir Sie daran, uns Ihre Beiträge zukommen zu lassen. Gern dürfen Sie uns auch fortlaufend mit Informationen "versorgen", die Sie gern teilen möchten. Freundliche Grüße
Ihre UBi 2020-Koordinierungsstelle

Inhaltsverzeichnis:

Das Thema "Unternehmen und biologische Vielfalt" kommunizieren – Mustertext für Ihre Website

Beitrag von: Dr. Katharina Mohr
Koordinierungsstelle UBi 2020 Die Koordinierungsstelle von UBi 2020 hat aktuell einen Mustertext zum Thema „Unternehmen und biologische Vielfalt“ erarbeitet, der für den Internetauftritt der Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern konzipiert wurde. Selbstverständlich kann der Mustertext auch von den anderen Teilnehmenden des UBi 2020-Netzwerks genutzt werden. Der Text ist als Hilfestellung gedacht, um das Thema in die Breite der Unternehmerschaft hinein kommunizieren zu können. Er fasst einige grundlegende Informationen zu „Wirtschaft und biologische Vielfalt“ zusammen und stellt Vorteile für unternehmerisches Engagement sowie Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen dar. Die Linkliste am Ende des Textes soll zu jedem Themenkomplex einen Einstieg zu weiteren Informationen geben. Aus dem Mustertext können auch nur Bausteine übernommen und für die individuelle Verwendung zusammengestellt werden. Außerdem kann der Text um eigene Informationen ergänzt werden, zum Beispiel um eigene Netzwerke aus der jeweiligen Region in der Linkliste. Sie können den Text hier herunterladen. Mustertext UBi 2020

Rückschau 4. UBi 2020-Kontaktnetzwerktreffen in Bremen

Beitrag von: Dr. Katharina Mohr
Koordinierungsstelle UBi 2020
4. Treffen UBi 2020-Kontaktnetzwerk in Bremen, Bild: 'Biodiversity in Good Company'

4. Treffen UBi 2020-Kontaktnetzwerk in Bremen, Bild: 'Biodiversity in Good Company'

Im beeindruckenden Ambiente des Hauses Schütting der Handelskammer Bremen fanden sich am 22. September 2016 knapp zwanzig Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner des Kontaktnetzwerks von Unternehmen Biologische Vielfalt (UBi 2020) zu ihrem 4. Treffen ein.
Das Kontaktnetzwerk führt Akteure aus Industrie- und Handelskammern (IHKs), Handwerkskammern (HWKs) und Länderministerien zusammen, um gemeinsam Handlungsmöglichkeiten für die biologische Vielfalt auszuloten. In das UBi 2020-Kontaktnetzwerk sind aktuell insgesamt 113 Institutionen eingebunden, davon 75 IHKs und 19 HWKs. Dr. Kilian Delbrück, Bundesumweltministerium, brachte die Teilnehmenden eingangs auf den aktuellen Stand der Verbändeplattform UBi 2020, die Teil der Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt ist. Um die Netzwerkarbeit auf regionaler Ebene weiter zu stärken, stellte sich im Anschluss erstmals das Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt" e. V. vor, dem aktuell 113 Kommunen angehören. Das gemeinsame Ziel: grüne Kommunen als hochwertiger Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Die am Bündnis teilnehmenden Kommunen tauschen sich über Möglichkeiten aus, wie beispielsweise die naturnahe Gestaltung öffentlicher Grünflächen oder die Renaturierung verbauter Gewässer gelingen kann, und lernen anhand guter Beispiele voneinander, so Bündnis-Vorstandsmitglied Dr. Heino Kamieth, Landeshauptstadt Hannover. Auch in Gewerbegebieten bestehen noch erhebliche Potenziale für eine Gestaltung, die der biologischen Vielfalt helfen kann. Hier sollten zukünftig mehr Synergien zwischen Kommunalverwaltung und regionaler Wirtschaft entstehen. Nicht zu vernachlässigen seien auch landwirtschaftliche Nutzflächen in Einflussbereichen von Kommunen. Weiterer Schwerpunkt des Treffens war ein intensiver Austausch darüber, wo die Kammern ihre Potenziale beim Thema „Unternehmen und biologische Vielfalt“ sehen. Aktuelle Beispiele bereits bestehender Aktivitäten wurden vorgestellt: Torsten Mack, IHK zu Dortmund, präsentierte die ausgesprochen gelungene Broschüre WirtschaftsGrün der IHK, Martin Schulze, Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen c/o RKW Bremen GmbH, die Partnerschaft Umwelt Unternehmen Bremen. Diese berät Unternehmen u. a. bei der naturnahen Gestaltung des Firmengeländes, wobei neben der Freien und Hansestadt Bremen auch die HWK Bremen und die HK Bremen - IHK für Bremen und Bremerhaven als Partner beteiligt sind. Das Treffen schloss mit einer Diskussion darüber, mit welchen Themen Unternehmen sich für biologische Vielfalt gewinnen lassen, wie die Teilnehmenden den Mehrwert aus dem Kontaktnetzwerk einschätzen und wo sie Ansatzpunkte für eigenes Tätigwerden sehen. Dabei wurde deutlich, dass es insbesondere auf die individuelle Ansprache von Unternehmen ankommt, um ein Bewusstsein und ein Engagement für biologische Vielfalt zu erreichen. Vielfach lässt sich die Kommunikation noch verstärken, und zwar sowohl darüber, welche Handlungsmöglichkeiten für biologische Vielfalt Unternehmen haben, als auch darüber, was sie schon alles für den Schutz von Natur und Arten tun. Die Teilnehmenden arbeiteten Ansatzpunkte heraus, in der Kommunikation zusammenzuarbeiten und die Möglichkeiten ihrer eigenen Medien zu bündeln. Das Kontaktnetzwerk wurde dabei als sehr hilfreich erachtet, um Multiplikatoren zusammenzubringen, zu sensibilisieren und mit Informationen zu versorgen.  Eine ausführliche Dokumentation des Treffens mit allen dort gezeigten Präsentationen steht in Kürze zur Verfügung. Weitere Informationen zum Kontaktnetzwerk UBi 2020

Brancheninitiativen

Neuer Leitfaden für VerkäuferInnen der DIY-Branche

Beitrag von: Stefan Hörmann, Global Nature Fund 
BHB-Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten
& Global Nature Fund
Cover Broschüre BHB
Welche Alternativen gibt es zum Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln? Antworten gibt die Broschüre „Zierpflanzen und Biologische Vielfalt – Tipps für Verkäuferinnen & Verkäufer“, die jüngst der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) gemeinsam mit dem Global Nature Fund (GNF) herausgegeben hat.
Der Verkaufsratgeber bietet Tipps zum Schutz und zur Förderung der Artenvielfalt in Heimgärten und beim Pflanzenkauf und liefert Hinweise zum Umgang mit invasiven Pflanzen. Im Frühjahr die Schnecken, im Sommer die Quecken – so eine alte Bauernregel. Schon unsere Großeltern waren geplagt von allerlei unerwünschten Tieren und Pflanzen. Was aber tun bei Blattläusen in den Rosen, Raupen im Buchs und unermüdlich wucherndem Grün in den Ritzen der Terrassenplatten? Jede Gartensaison strömen unzählige Gartenfreunde in Baumärkte und Gartencenter, um dort aus einer Vielzahl von attraktiven Pflanzen und Gehölzen, aber auch nützlichen Präparaten und Hilfsmitteln wählen zu können. Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) und der Global Nature Fund (GNF) sind sich einig: Gut geschultes Verkaufspersonal ist eine wichtige Voraussetzung für den verantwortungsvollen Umgang mit Tieren und Pflanzen im Garten. Der Ratgeber vermittelt Verkäuferinnen und Verkäufern kompakt und verständlich die Zusammenhänge zwischen natürlichem und naturnahem Gärtnern und dem Schutz unserer biologischen Vielfalt und liefert Antworten auf Kundenfragen. Neben praktischen Tipps werden potentielle Fragen von Kunden beantwortet, auf natürliche Alternativen zu chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln hingewiesen sowie umweltfreundliche Methoden aufgezeigt. Darüber hinaus enthält er Hinweise, wie nützliche Tiere im Garten gefördert werden können und was beim Umgang mit exotischen Pflanzen zu beachten ist. Gezielte Informationsvermittlung auch gegenüber dem Kunden ist ein wichtiger Beitrag zum Verständnis für Aspekte der biologischen Vielfalt und somit ein bedeutender Bestandteil ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit. So ist zum Beispiel das Thema Bienenschutz, auch in der Produktion von Jung- und Zierpflanzen, mittlerweile ein fester Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie der Branche. Leitfaden "Zierpflanzen und Biologische Vielfalt"
Informationen zu Branchendialogen im Rahmen von UBi 2020

Flughafenverband ADV lädt mit Broschüre zum Dialog über biologische Vielfalt ein

Beitrag von: Martin Bunkowski
Flughafenverband ADV
Cover ADV-Broschüre
Der Flughafenverband ADV hat Ende August eine Broschüre „Naturschutz im Blick“ veröffentlicht. Ziel dieser Broschüre ist es, das Thema in der Öffentlichkeit besser zu platzieren und mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Flughäfen sollen weiter für das Thema sensibilisiert werden. Jeder kann in seinem beruflichen Verantwortungsbereich und in seinem privaten Umfeld für Erhalt und Förderung von Biodiversität eintreten.
Die in der aktuellen ADV-Broschüre zusammengestellten Informationen können weitestgehend auf alle Flughäfen übertragen werden. Jeder Flughafen hat dabei andere natürliche Voraussetzungen und weist eigene Spezifika auf. Die Natur im Gleichgewicht halten und gleichzeitig die Flugsicherheit bewahren, das ist das Ziel aller an den Flughäfen zuständigen Umweltexperten. Die ADV-Flughäfen realisieren, unterstützen und fördern seit Jahren zahlreiche naturschutzfachliche Maßnahmen in der Umgebung und an den Flughäfen. Dies geschieht gesetzlich vorgeschrieben, wenn Flughäfen ausgebaut und Ausgleichsmaßnahmen erforderlich werden, aber auch freiwillig. Viele Flughäfen grenzen an ausgewiesene Gebiete zum Schutz der Natur oder haben solche direkt auf ihren Betriebsflächen. Im dicht besiedelten Deutschland stehen mittlerweile alle Flächen unter einem sehr starken Nutzungsdruck. Durch Siedlungsentwicklungen, Infrastruktur und Landwirtschaft, aber auch durch Erholungs- und Freizeitnutzung, werden Arten und ihre Lebensräume immer weiter zurückgedrängt, beeinträchtigt oder zerstört. Damit bekommen Flughäfen, deren Standorte oft bereits lange bestehen und in vielen Bereichen kaum Nutzungsänderungen unterliegen, mit ihren großen »grünen« Flächen zunehmend Bedeutung als ökologisch hochwertige Rückzugsgebiete und Lebensräume. Der Flughafenverband ADV bringt sich mit dieser Broschüre in die Dialog- und Aktionsplattform UBI 2020 ein und freut sich auf den Dialog mit allen Beteiligten. ADV-Broschüre "Naturschutz im Blick"
Teil der UBi 2020-Aktionsplattform

Deutschlands nachhaltigste Tourismusdestinationen gesucht: Wettbewerb startet im November

Beitrag von: Dirk Dunkelberg
Deutscher Tourismusverband (DTV) Der Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen in Deutschland 2016/2017 steht in den Startlöchern: Zum zweiten Mal sucht der Deutsche Tourismusverband (DTV) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) deutsche Tourismusdestinationen, die durch nachhaltige Konzepte und Angebote überzeugen. Erstmals sind auch Großstädte aufgerufen, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Vom 1. November 2016 bis 31. Januar 2017 können sich Regionen, Städte und Orte bewerben. Im Mai 2017 wird die Siegerdestination gekürt. Für besonderes Engagement sind Sonderpreise in den Bereichen Nachhaltige Mobilität, Klimaschutz/Energie- und Ressourceneffizienz, Biodiversität und Regionalität vorgesehen. Welche Destination ins Finale kommt, entscheidet eine Jury. Bewertungsgrundlage sind die Kriterien des Praxisleitfadens "Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus". Der Leitfaden ist ein Ergebnis des Forschungsvorhabens "Kriterienentwicklung für nachhaltige Tourismusdestinationen in Deutschland". Im September tritt der Projektbeirat für die abschließenden Vorbereitungen des Wettbewerbs zusammen. Gefördert wird das Projekt durch das BfN mit Mitteln des BMUB. Der DTV ist Projektträger, die BTE Tourismus- und Regionalberatung ist mit der fachlichen Umsetzung beauftragt. Praxisleitfaden "Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus"

Biologische Vielfalt auf dem Firmengelände

Preisverleihung des Berliner Wettbewerbs "Firmengärten" am 29. September, Berlin

Beitrag von: Wendy Brandt
Industrie- und Handelskammer zu Berlin Schon seit einigen Jahren wird in Berlin zunehmend gegärtnert. Mit dem erstmalig in Berlin initiierten Wettbewerb "Firmengärten" zeigen nun auch Unternehmen, wie betriebliche Räume grün gestaltet und genutzt werden. Am Donnerstag, den 29. September, findet um 18 Uhr die Preisverleihung des Wettbewerbs statt (Markthalle der Internationalen Gartenausstellung Berlin 2017 am Blumberger Damm 130).   Die Bandbreite der insgesamt 39 Bewerbungen reicht von kleinen Dächern bis hin zu großen Firmenarealen in ganz unterschiedlichen Branchen und Größen. Die Sieger werden unter Beteiligung des Senators für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel, und der Präsidentin der IHK Berlin, Dr. Beatrice Kramm, gekürt. Nach der Siegerehrung besteht die Möglichkeit, sich bei einem kleinen Get Together auszutauschen. Anmeldung zur Preisverleihung
Weitere Informationen zum Wettbewerb auf der UBi 2020-Aktionsplattform

Es brummt bei der Dierker Brandschutz oHG

Beitrag von: Torsten Stadler
Partnerschaft Umwelt Unternehmen (PUU) Bremen Seit Mai 2014 ist die Dierker Brandschutz oHG Mitglied der Partnerschaft Umwelt Unternehmen. Nun hat das Unternehmen – angeregt von unserer Kampagne "Orte der biologischen Vielfalt" – einige grüne Oasen auf dem Firmengelände geschaffen:
Bienenkästen der Dierker Brandschutz oHG, Bild: PUU Bremen

Bienenkästen der Dierker Brandschutz oHG, Bild: PUU Bremen

Entsiegelte Parkflächen wurden mit Hecken, Gehölzgruppen und Einzelsträuchern bepflanzt und rund um den Parkplatz Wildnisecken mit Totholz, Reisig und Mähguthaufen geschaffen. Auch Kräuterspiralen und diverse Nisthilfen für Igel, Vögel und Fledermäuse sind zu finden. 
In den letzten Jahren wurden zudem solitäre Obstbäume gepflanzt und verschiedene artenreiche Wildblumenmatten angelegt. Diese müssen jedoch bestäubt werden. Eine Aufgabe, für die vor allem Bienen zuständig sind. Jedoch setzen Pestizide, Monokulturen und eine immer blütenärmere Landschaft den Bienenvölkern zu. Dazu kommen die Auswirkungen des Klimawandels und die Schwächung durch die inzwischen weltweit in Bienenvölkern parasitierende Varroa-Milbe. Sie ist mitverantwortlich dafür, dass Bienen von zahllosen Krankheiten heimgesucht werden, die ihnen früher selten gefährlich wurden. Dabei ist die Honigbiene nach Rind und Schwein das drittwichtigste landwirtschaftliche Nutztier und 80 Prozent aller Nutzpflanzen brauchen die Bestäubung durch Bienen. Die Dierker Brandschutz oHG mit Geschäftsführer Werner Dierker hat sich deshalb dem Thema Bienen zugewandt und leistet mit der Ansiedlung von insgesamt 140.000 Honigbienen auf dem Firmengelände einen großen Beitrag zur Arterhaltung. Die vier Bienenvölker sorgen darüber hinaus für mehr Biodiversität in der Stadt. Ihr Honig wird zudem nicht gewerblich genutzt sondern den Bienen als Wintervorrat im Bienenstock belassen.

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Netzwerk für Praktiker "Naturnahe Gestaltung von Firmengeländen"

Beitrag von: Sven Schulz
Bodensee-Stiftung Mitte 2016 lief das Projekt "Naturnahe Gestaltung von Firmengeländen", das im Rahmen von UBI 2020 angestoßen wurde, aus. Bodensee-Stiftung, Heinz Sielmann Stiftung und Global Nature Fund blicken auf ein erfolgreiches Projekt zurück:
Cover GNF-Broschüre
Über 60 Erstberatungen zur naturnahen Gestaltung wurden durchgeführt und mehr als die Hälfte der Unternehmen verfolgt die Idee der naturnahen Gestaltung weiter. Sechs Unternehmen haben sich entschieden, ihre Standorte mit einer Fläche zwischen 2.600 qm und 27 ha besonders vorbildlich aufzuwerten. Die Planungen dieser sechs „Leuchtturmunternehmen“ werden in der Broschüre "Naturnahe Firmengelände – Beispiele aus der Planungspraxis" vorgestellt.
Natürlich gibt es in Sachen "Naturnahe Firmengelände" noch viel zu tun und viel zu erreichen: Auch wenn das Projekt "Naturnahe Firmengelände" sehr erfolgreich war, sind die meisten Unternehmensstandorte in Deutschland natürlich noch nicht ökologisch gestaltet. Um dies langfristig zu ändern, richten die Projektpartner Bodensee-Stiftung, Heinz Sielmann Stiftung und Global Nature Fund ein "Netzwerk für Praktiker" (und solche, die es werden wollen) ein. Unterstützt vom Bundesverband für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau wird das Netzwerk sowohl Unternehmen, die ein naturnahes Firmengelände haben oder einrichten möchten, als auch Gestaltungsprofis, die sich mit der Planung und Umsetzung naturnaher Gestaltung von Firmengeländen beschäftigen, unterstützen. Als erste konkrete Aktivität wird am 27. Oktober ein Workshop für Planer und Gärtner angeboten. Unter dem Titel "Naturnahe Gestaltung von Firmengeländen als Betätigungsfeld für Garten- und Landschaftsbau?!" wird Planungs- und Umsetzungsprofis Unterstützung geboten, eine naturnahe Gestaltung im Unternehmenskontext als attraktive Gestaltungsalternative zu präsentieren. Auf Basis der Erfahrungen aus der umfangreichen Beratungsarbeit im Projekt "Naturnahe Gestaltung von Firmengeländen" werden Fragen wie "Warum gestalten Unternehmen ihren Standort naturnah?", "Welche Maßnahmen kommen am besten an?" oder "Welche Flächen kommen am ehesten für eine naturnahe Gestaltung in Frage?" diskutiert. Der Workshop findet auf dem Gelände von Kärcher in Winnenden statt, das in weiten Teilen naturnah gestaltet wurde. Das Netzwerk wird auch weiterhin positive Beispiele naturnah gestalteter Firmengelände sammeln und veröffentlichen und Unternehmen die bewährten "Erstberatungen zur naturnahen Gestaltung" anbieten. Letztere können, nachdem das Projekt nun abgelaufen ist, aber leider in Zukunft nicht mehr kostenlos angeboten werden. Für Rückfragen zum Netzwerk oder falls Sie die Arbeit des Netzwerks in Zukunft unterstützen möchten, steht Sven Schulz von der Bodensee-Stiftung zur Verfügung.  Broschüre "Naturnahe Firmengelände - Erfahrungen aus der Planungspraxis"

Infoveranstaltung im August: Wege zur Umsetzung biologischer Vielfalt in Unternehmen

Beitrag von: Torsten Stadler
Partnerschaft Umwelt Unternehmen (PUU) Bremen Dachbegrünung, unversiegelter Boden und ein wildes Beet sowie Kräuterecken: Die Ventimola GmbH & Co. Dämmtechnik KG hat auf ihrem Firmengelände in Bremen eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt, die dazu beitragen, die biologische Vielfalt zu erhalten. Beraten wurden sie dabei vom BUND Landesverband Bremen, der sich gemeinsam mit der Partnerschaft Umwelt Unternehmen (PUU) im Rahmen der Kampagne "Orte der biologischen Vielfalt" für den Erhalt von Flora und Fauna im städtischen Bereich einsetzt.
Info-Veranstaltung PUU Bremen, Bild: PUU Bremen

Bild: PUU Bremen

Am 24. August lud die Kampagne gemeinsam mit Ventimola zu einer Informationsveranstaltung ein. BUND Geschäftsführer Martin Rode zeigte in seinem Vortag auf, wie schon mit einfachen Aktivitäten eine biologische Vielfalt auf Firmengeländen umgesetzt werden kann und warum dies so wichtig ist: 
Durch die Veränderung des Ackerbaus ist die Vielfalt im ländlichen Bereich stark zurückgegangen. Die innerstädtische Begrünung wird darum immer bedeutender. Thomas Feischen von Ventimola erzählte beim Rundgang über die Vorzüge der Dachbegrünung für die Mitarbeitenden sowie die einfache Pflege. Es wurde allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern deutlich, dass selbst in der kleinsten Ecke mit heimischen Stauden und Pflanzen biologische Vielfalt gelebt werden kann. Im Nachgang finden individuelle Beratungsgespräche statt. Biodiversität in Bremen lebt! Die Kampagne "Orte der biologischen Vielfalt" als Teil der UBi 2020-Aktionsplattform

Weitere Meldungen aus dem Netzwerk

Artenschutz im Blick: Umweltpreis 2016 der Handwerkskammer Chemnitz vergeben

Beitrag von: Steffi Schönherr
Handwerkskammer Chemnitz Die Handwerkskammer Chemnitz hat im Juni 2016 ihren Umweltpreis vergeben. Einer der Preisträger ist Geigenbauer Robert König aus Markneukirchen, der einen Ersatzstoff für das im Musikinstrumentenbau verwendete Ebenholz entwickelt hat. Das Holz wird seit Jahrhunderten für die Griffbretter von Streichinstrumenten eingesetzt. Drei von vier der meist verwendeten Ebenholzarten stehen jedoch unter besonderem Artenschutz. Eine nachhaltige Alternative soll deshalb das prämierte Griffbrett aus einem Fichtenkern und einem Gemisch aus recyceltem Papier und Naturharz auf Leinölbasis sein.  Der Umweltpreis der HWK Chemnitz wurde bereits zum 14. Mal für besonderes Engagement für Umwelt und Region vergeben. Als besondere Leistungen gelten: eine umweltorientierte Unternehmensführung, besonders umweltfreundliche und energiesparende Innovationen oder der Schutz natürlicher Ressourcen. Seit 2014 ist der Biodiversitätsschutz explizit als preiswürdige Leistung mitaufgeführt. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert, die Gewinner erhielten diesmal außerdem eine Winterlinde für das Unternehmensgelände. Weitere Informationen zum Umweltpreis der HWK Chemnitz

Global Nature Fund auf dem Festival der Zukunft des BMUB

Beitrag von: Andrea Peiffer
Global Nature Fund
Podium auf dem Festival der Zukunft des BMUB, Bild: GNF

Podium auf dem Festival der Zukunft des BMUB, Bild: GNF

Am 10. und 11. September hat das Bundesumweltministerium (BMUB) anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums ein Festival der Zukunft veranstaltet. Über 100 Organisationen, Initiativen und Verbände aus sämtlichen Bereichen der Gesellschaft haben den Besucherinnen und Besuchern eine ungeheure Bandbreite an Programm für Jung und Alt geboten.
Der Global Nature Fund (GNF) war an beiden Festivaltagen mit Programmpunkten dabei. Samstag wurde unter dem Motto „Was kostet die Welt? Warum Unternehmen den Wert der Natur bilanzieren“ die Methode der Naturkapitalbewertung vorgestellt. Die Teilnehmenden haben anschließend in einer spannenden Diskussion die Hindernisse bei der Verbreitung einer ökonomischen Bewertung von Umweltwirkungen sowie mögliche Lösungen thematisiert. Am Abend fand ein spannendes Panel zum Thema „Kriege, Hunger, Klimawandel: Kann Umweltpolitik 3.0 die Welt noch retten?“ statt. Neben Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks bereicherten internationale Expertinnen und Experten, wie die UN-Sonderbeauftragte für Klima, Mary Robinson, und der ehemalige Präsident von Kiribati, Herr Anote Tong, die Diskussion. Am zweiten Tag des Festivals zeigte der GNF den Dokumentarfilm „Blood Lions – Aufgezogen für den Abschuss“. Trotz des sonnigen Wetters fanden einige Besucher den Weg in das Kino am Gasometer und schauten sich den bewegenden Film über das ausbeuterische Geschäft in Südafrika mit Löwenfarmen und Gatterjagden an. Hier finden Sie einen Überblick über das Festival und ausgewählte Fotos.

Einladung "Diskussionsforum Ökosystemleistungen" am 17.10.2016 in Berlin

Beitrag von: Carolin Boßmeyer
'Biodiversity in Good Company' Initiative Im Namen aller Partner laden wir herzlich zu unserer siebten Veranstaltung in der Reihe "Diskussionsforum Ökosystemleistungen" ein:
Grenzen überschreitende Verantwortung: Ökosystemleistungen und internationale Verflechtungen am Montag, 17. Oktober 2016, 18:00 – 21:00 Uhr in den Räumen der Deutschen Umwelthilfe e. V., Berlin.
Es gibt aktuell beachtliche Anstrengungen und zunehmende politische Verpflichtungen, die Leistungen von Ökosystemen genauer zu verstehen, zu erfassen und zu bewerten. Bestandsaufnahmen allerorten – jedoch oft kurz gesprungen in der Logik regionaler und nationaler Grenzen. Handelsbeziehungen und Politiken vernetzen jedoch globale Ströme von Ökosystemleistungen und hinterlassen Fußabdrücke und eine veränderte Landnutzung in den beteiligten Ländern. Einige Staaten profitieren in besonderer Weise von Biodiversität und Ökosystemleistungen im Ausland. Und gerade die Länder des globalen Nordens beeinflussen mit ihrer Außenpolitik, ihrem Handel und ihren Konsummustern die natürlichen Ressourcen in anderen Teilen der Welt – mit positiven und negativen Auswirkungen. Daher stellt sich die Frage: Wie steht es um Leistungsbilanzen aus internationaler Perspektive und wie können sie beeinflusst werden? Der Kaminabend befasst sich mit der globalen Verantwortung für Ökosystemleistungen im Lichte internationaler Verflechtungen. Einen guten Anlass bietet die im Dezember bevorstehende 13. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt in Mexiko. Wir nutzen die Gelegenheit für einen Ausblick auf die Konferenz: Welche Entscheidungen stehen an, und wie entwickelt sich das Konzept der Ökosystemleistungen in der zwischenstaatlichen Debatte? Programm und Anmeldung

Impressum und Disclaimer

'Biodiversity in Good Company' Initiative e. V.
Koordinierungsstelle von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"

Pariser Platz 6
10117 Berlin
Tel +49.(0)30-226050-10/-11
Fax +49.(0)30-226050-19
contact(at)business-and-biodiversity.de
www.business-and-biodiversity.de

Kontaktpersonen UBi 2020: biologischevielfalt.bfn.de/unternehmen-2020/kontakt.html

Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Vereinsregister-Nr. VR 31061 B

Vorstand gem. § 26 BGB
Geschäftsführerin (Besondere Vertreterin nach § 30 BGB):
Dr. Katrin Reuter
katrin.reuter(at)business-and-biodiversity.de

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Die Infobriefe werden durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.