Infobrief "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"
UBi 2020 Infobrief 5 Juli 2017
An alle Akteure von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020" (UBi 2020): Unterstützerverbände, Kontaktnetzwerk von Kammern und Ländern, Beteiligte der Aktionsplattform Sehr geehrte Damen und Herren, dies ist die fünfte Ausgabe des Infobriefs "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020". Folgende Neuigkeiten aus dem Netzwerk haben uns dieses Mal erreicht.  Gutes Informieren und einen schönen Sommer wünscht  mit freundlichen Grüßen
Ihre UBi 2020-Koordinierungsstelle

Inhaltsverzeichnis:

Neuer Unterstützerverband von UBi 2020: Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e. V. (BVE)

Informationen aus der Koordinierungsstelle von UBi 2020
Logo BVE
Im Juni 2017 ist die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e. V. (BVE) Unterstützerverband von UBi 2020 geworden. 
Die  Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) ist der wirtschaftspolitische Spitzenverband der deutschen Ernährungsindustrie. Seit ihrer Gründung 1949 vertritt sie die branchenübergreifenden Interessen der Lebensmittelhersteller gegenüber Politik, Verwaltung, Medien, Öffentlichkeit und Marktpartnern in Berlin und Brüssel. In der BVE haben sich über Fachverbände und Unternehmen alle wichtigen Branchen der Ernährungsindustrie – von den alkoholfreien Getränken über Fleisch und Süßwaren bis hin zum Zucker – zusammengeschlossen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Weitere Unterstützerverbände werden in den nächsten Monaten folgen.  Mehr Informationen über die BVE
Übersicht über alle Unterstützerverbände von UBi 2020 

Biosphärengebiet Schwäbische Alb gewinnt Bundeswettbewerb

Beitrag von: Anita Wittke
Deutscher Tourismusverband e. V. (DTV)

© DTV/Jan Sobotka

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb setzte sich beim Bundeswettbewerb 2016/2017 – Nachhaltige Tourismusdestinationen in Deutschland gegen insgesamt 27 Bewerber durch.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Florian Pronold, und der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), Reinhard Meyer, ehrten die Siegerdestination am 14. Juni in Berlin. Zudem wurden vier Sonderpreise verliehen: Die Sächsische Schweiz erhielt den Sonderpreis in der Kategorie „Nachhaltige Mobilität“. Die Peeneregion in Vorpommern überzeugte bei „Biologische Vielfalt und Naturerlebnis“. Die Nordseeinsel Juist setzte sich bei „Klimaschutz, Ressourcen- & Energieeffizienz“ durch, das Allgäu konnte in der Kategorie „Regionalität“ punkten. Der DTV, das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz hatten den Wettbewerb gemeinsam ausgelobt, um in der Tourismusbranche mehr Aufmerksamkeit auf das Thema Nachhaltigkeit zu lenken.  Eine Expertenjury bewertete die Bewerberdestinationen nach den 40 ökologischen, ökonomischen, sozialen und managementbezogenen Nachhaltigkeitskriterien des 2016 veröffentlichten Praxisleitfadens „Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus“. Dazu zählen unter anderem „Schutz von Natur und Landschaft“, „Gemeinwohl und Lebensqualität“ oder „Lokaler Wohlstand“. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb konnte sich im Finale gegen das Biosphärenreservat Bliesgau, die Stadt Celle, die Nordseeinsel Juist und die Nordeifel durchsetzen.  Weitere Informationen

Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide: Investitionen in Naturschutz, Naturerlebnis und Bildung für nachhaltige Entwicklung

Beitrag von: Dr. Hannes Petrischak
Heinz Sielmann Stiftung

Der prächtige Dukaten-Feuerfalter zählt zu den gefährdeten Schmetterlingsarten in Deutschland. In der Döberitzer Heide kann man ihm begegnen. (Hannes Petrischak)

Auf rund 3600 ha Fläche verteilt sich vor den Toren Berlins und Potsdams in der Döberitzer Heide, Herzstück der Heinz Sielmann Stiftung in Brandenburg, eine große Vielfalt an Lebensräumen: Eichenwälder, offene Sandflächen, Trockenrasen, Heide, Pfeifengraswiesen, Moore und Kleingewässer sind Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten, die aus intensiv genutzten Landschaften längst verschwunden sind.
Jetzt investiert die Heinz Sielmann Stiftung mit Hilfe europäischer Fördermittel, die über den Stadt-Umland-Wettbewerb eingeworben wurden, umfassend in den Ausbau eines Naturerlebniszentrums, die barrierefreie Gestaltung der Hauptwander- und Radwege, eine informative Besucherlenkung sowie in Maßnahmen zur biologischen Vielfalt und Altlastensanierung. In den kommenden Jahren werden also weiterhin Millionenbeträge zum Einsatz kommen, um die Lebensräume der zum Teil äußerst bedeutsamen Vorkommen von Orchideen, Schmetterlingen oder Vögeln zu erhalten und gleichzeitig das Erlebnis und Verständnis der Natur zu optimieren. Parallel möchte die Heinz Sielmann Stiftung das Bildungsangebot am Standort Elstal ausbauen. So sind neben den üblichen Themenwanderungen zu Kräutern oder Vogelstimmen Veranstaltungen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung in Vorbereitung, die auf die enge Verknüpfung der Biodiversität mit unserer Ernährung abzielen. Dadurch soll nicht zuletzt der Anschauungsunterricht in der Landschaft direkt mit dem eigenen Konsumverhalten in Zusammenhang gebracht werden. Weiter Informationen zur Döberitzer Heide

Baustaatssekretär Adler gibt Startschuss für bundesweite Informationstour „Grün in die Stadt“

Beitrag von: Andreas Stump
Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL)

©BGL

Berlin, Mai 2017. Am 19 Mai fiel um 10:00 Uhr der Startschuss für die bundesweite Informationstour „Grün in die Stadt“ 2017. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Gunther Adler, pflanzte aus diesem Anlass gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Kurt-Tucholsky-Grundschule in Berlin-Moabit einen Apfelbaum. 
Die Informationstour ist Teil der Initiative „Grün in die Stadt“, die vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) getragen wird. Zugleich prämierte Adler die Roadshow als „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“. In den kommenden Monaten werden die Bürgerinnen und Bürger in zehn Städten über die vielfältigen positiven Aspekte von öffentlichem Grün informiert. Im Mittelpunkt der Tour steht ein temporärer Park, der für jeweils einen Tag zentrale Plätze in grüne Stadtoasen verwandelt. Unterstützt wird die Veranstaltungsreihe vom Deutschen Olympischen Sportbund e. V. (DOSB) und der Bundesvereinigung der Landes- und Stadtentwicklungsgesellschaften e. V. (BVLEG). Staatssekretär Adler wies darauf hin, dass Parks und Grünflächen weit mehr sind als ein „Wohlfühlfaktor“, sondern einen großen gesellschaftlichen und ökonomischen Wert haben: „Natur in der Stadt verbessert die Luftqualität und das Klima, mildert Hitzewellen sowie Lärm. Natur in der Stadt sorgt insgesamt für eine höhere Lebensqualität. Der Bund stellt daher ab 2018 Städten und Gemeinden mit dem neuen Städtebauförderprogramm ‚Zukunft Stadtgrün‘ 50 Millionen Euro für quartiersbezogene Grünmaßnahmen zur Verfügung.“ BGL-Vizepräsident Carsten Henselek erklärte: „Grün in der Stadt macht unsere Städte attraktiver und lebenswerter. Es wirkt sich positiv auf das Stadtklima und auf die Gesundheit aus und bietet Lebensraum für Flora und Fauna. Aus diesem Grund freut es uns auch sehr, dass das BMUB die Roadshow als ‚Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt‘ ausgezeichnet hat.“

Neuigkeiten aus dem Unternehmensnetzwerk 'Biodiversity in Good Company' Initiative

Beitrag von: Dr. Katrin Reuter
'Biodiversity in Good Company' Initiative
Das Unternehmensnetzwerk hat ein neues Mitgliedunternehmen und war an der Organisation des neunten Dialogforums Ökosytemleistungen am 22. Mai in Frankfurt am Main beteiligt. 
Neues Mitgliedsunternehmen: Seit Juni ist das Unternehmen BahnLog Bahnlogistik und Service GmbH Mitglied des Unternehmensnetzwerkes. Mit einem umfassenden Artenschutzkonzept engagiert sich das Unternehmen, welches unter anderem in den Bereichen Schotter- und Bahnschwellenrecycling, Güterverkehr per Schiene, Verladeeinrichtungen und Personaldienstleistungen tätig ist, für die Entwicklung biologischer Vielfalt im laufenden Betrieb.  Rückschau auf Veranstaltung: Am 22. Mai, dem Internationalen Tag der biologischen Vielfalt, fand in Frankfurt das neunte Diskussionsforum Ökosystemleistungen statt, welches gemeinschaftlich von der Deutschen Umwelthilfe (DUH), 'Biodiversity in Good Company' Initiative sowie dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung ─ UFZ organisiert wird. Thema der Veranstaltung war „Unsere Versorgung mit Wasser – eine Ökosystemleistung auf dem Prüfstand“. Eine Rückschau und die Präsentationen sind online verfügbar.  Weitere Neuigkeiten aus dem Unternehmensnetzwerk finden Sie im aktuellen Newsletter der 'Biodiversity in Good Company' Initiaitive. 

Broschüre zum Wettbewerb "Firmengärten Berlin"

Informationen aus der Koordinierungsstelle von UBi 2020

Broschüre Wettbewerb Firmengärten Berlin

Als Koordinierungsstelle von UBi 2020 möchten wir Sie gern auf ein gelungenes Beispiel der Kommunikation eines der Projekte der Aktionsplattform aufmerksam machen: die Broschüre zum Wettbewerb Firmengärten Berlin. 
Ein Bündnis aus regionalen Wirtschafts-, Landschaftsarchitekten- und Gartenbauverbänden lobte erstmalig in Berlin einen Wettbewerb „Firmengärten“ aus. Insbesondere in einem urbanen Ballungsgebiet wie Berlin geht es nicht immer um die Gestaltung großer Firmengelände, sondern auch um kleine Oasen wie bspw. auf Dachflächen, in Hinterhöfen oder Atrien. Die Broschüre wurde auch genutzt, um den UBi-Prozess noch einmal zu erwähnen und zu zeigen, wie die Berliner Wirtschaft einen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Stadt leistet (S. 6). Die Aktionsplattform von UBi 2020 ist ein Schaufenster für konkrete Aktivitäten der Wirtschaft im Bereich biologische Vielfalt.  Link zur Broschüre Wettbewerb Firmengärten Berlin [pdf]
Darstellung des Wettbewerbs auf der Aktionsplattform von UBi 2020

Exkursion zur Luneplate mit bremenports am 24. August

Beitrag von: Torsten Stadler
Partnerschaft Umwelt Unternehmen (PUU) Bremen

Die Luneplate ist Brutgebiet tausender Nonnengänse. ©bremenports

bremenports hat auf der Luneplate für verschiedene Projekte naturschutzfachliche Kompensationsmaßnahmen umgesetzt. Die rund 1.000 Hektar großen Flächen haben sich zu einem wertvollen Lebensraum für Pflanzen und Tiere entwickelt und wurden inzwischen aufgrund dieser Qualitäten als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
In einer ca. zweistündigen Exkursion werden die Maßnahmen anhand von Plänen vorgestellt und vor Ort gezeigt. Von Aussichtspunkten auf dem Hauptdeich kann der Grünlandbereich eingesehen werden. Über das Sturmflut-Sperrwerk führt die Tour zum zentralen Aussichtsturm, der einen Blick auf die naturnahe Landschaft des Tidepolders erlaubt.  Wetterfestes Schuhwerk und warme, regendichte Kleidung sowie ein Fernglas sind empfehlenswert. Veranstalter: bremenports in Kooperation mit der Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen. Alle Informationen finden Sie auch noch einmal online.

Eine Herausforderung – ein Ort – zwei Konferenzen

Beitrag von: Andrea Peiffer und Stefan Hörmann
Global Nature Fund (GNF)
4 October 2017: EU B@B Annual Conference | How to set an ambition level?
5 October 2017: GNF | Integrating Natural Capital into Your Business
Die EU Business and Biodiversity Plattform und der Global Nature Fund (GNF) haben sich zusammengetan, um zentralen Unternehmensherausforderungen eine Plattform zu bieten: Der Einbindung von Biodiversität und Naturkapital in unternehmerische Entscheidungen. Vor dem Hintergrund einer abnehmenden Artenvielfalt und einer zunehmenden Übernutzung natürlicher Ressourcen, müssen Unternehmen branchenübergreifend ihre Strategien anpassen, um auch in Zukunft erfolgreich wirtschaften zu können. Während viele Vorreiter sich bereits mit dem Erhalt der Biodiversität und der Nutzung von Naturkapital im Unternehmen befassen, sind diese Konzepte für einige Unternehmen noch neu. Unter dem gemeinsamen Motto „Unternehmen, Biodiversität und Naturkapital – Ziele, Risiken und Chancen“ bringen die beiden Konferenzen diese Vorreiter und Einsteiger mit führenden Wissenschaftlern, Regierungsvertretern und Naturschutzorganisationen an einem Ort zusammen. Informationen zum Programm und Link zur Anmeldung

Save the Date 13. März 2018: Dialogforum 2018 "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"

Informationen aus der Koordinierungsstelle von UBi 2020

©'Biodiversity in Good Company' Initiative

Die nächste Jahreskonferenz von UBi 2020 wird am 13. März 2018 von ca. 09:30 - 17:00 Uhr, wieder im VKU Forum in Berlin-Mitte, stattfinden. Sie sind schon jetzt herzlich eingeladen! 

Umstrukturierung der Webseite von UBi 2020 und Neustrukturierung der Aktionsplattform

Informationen aus der Koordinierungsstelle von UBi 2020
Der Umbau der Webseite von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020" ist abgeschlossen. Die Seite wurde in Ihrer Struktur vereinfacht und verschlankt und bietet so einen leichteren Zugang zur Plattform. 
Darüber hinaus wurde die Aktionsplattform von UBi 2020 überarbeitet. Die Aktionsplattform stellt ein Schaufenster dar, um gute Ansätze und Projekte sichtbar zu machen, mit denen die deutsche Wirtschaft Verantwortung für den Schutz von biologischer Vielfalt und Ökosystemleistungen übernimmt. Statt ehemals sieben gibt es nun fünf Aktionsfelder, in denen Aktivitäten sichtbar gemacht werden können. Wir laden Sie herzlich ein, sich auch hier einzubringen und Ihre Aktivitäten darzustellen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bei Fragen können Sie sich gern an die Koordinierungsstelle wenden.

Impressum und Disclaimer

'Biodiversity in Good Company' Initiative e. V.
Koordinierungsstelle von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"

Pariser Platz 6
10117 Berlin
Tel +49.(0)30-226050-10/-11
Fax +49.(0)30-226050-19
contact(at)business-and-biodiversity.de
www.business-and-biodiversity.de

Kontaktpersonen UBi 2020: biologischevielfalt.bfn.de/unternehmen-2020/kontakt.html

Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Vereinsregister-Nr. VR 31061 B

Vorstand gem. § 26 BGB
Geschäftsführerin (Besondere Vertreterin nach § 30 BGB):
Dr. Katrin Reuter
katrin.reuter(at)business-and-biodiversity.de

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Die Infobriefe werden durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.