Infobrief "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"
UBi 2020 Infobrief 8 August 2018
An alle Akteure von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020" (UBi 2020): Unterstützerverbände, Kontaktnetzwerk von Kammern und Ländern, Beteiligte der Aktionsplattform  Sehr geehrte Damen und Herren,  wir hoffen, Sie konnten den Sommer bislang genießen. Dies ist die achte Ausgabe des Infobriefs "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020". Folgende Neuigkeiten aus dem Netzwerk haben uns dieses Mal erreicht. Gutes Informieren und eine anregende Lektüre wünscht Ihnen mit freundlichen Grüßen
Ihre UBi 2020-Koordinierungsstelle

Inhaltsverzeichnis:

Save the Date: Dialogforum 2019 von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020" (UBi 2020) am 20. März 2019

Beitrag von: Dr. Katrin Reuter
Koordninierungsstelle von UBi 2020
Die nächste Jahreskonferenz von UBi 2020 findet am Mittwoch, den 20. März 2019 im VKU Forum in Berlin-Mitte statt.
www.ubi2020-dialogforum.de

Wir freuen uns auf Sie!

NABU-Insektensommer – Zweite Zählaktion vom 3. bis zum 12. August 2018

Beitrag von: Karin Flohr
Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Zählen, was zählt. Beobachten und zählen Sie eine Stunde lang Sechsbeiner.
Heupferd; NABU Insektensommer; Foto: Helge May

Heupferd; NABU Insektensommer; Foto: Helge May

Beobachten Sie das Summen und Brummen in Ihrer Umgebung und werden Sie Teil unserer bundesweiten Meldeaktion für Insekten. Die erste Zählperiode ist nun zu Ende, die zweite Etappe findet bereits vom 3. bis zum 12. August statt. Wir rücken die Insekten in den Fokus. Zählen Sie die kleinen Krabbler und sammeln Sie Daten für die Artenvielfalt: Jedes Insekt zählt!
Weitere Informationen zum NABU-Insektensommer

UnternehmensNatur Hamburg: Erfolg für den Turmfalken

Beitrag von: Tobias Knahl
Handelskammer Hamburg
Im Rahmen des Projekts UnternehmensNatur hat die LESER GmbH & Co. KG aus Hamburg mit Unterstützung des NABU einen neuen Lebensraum für Turmfalke & Co geschaffen. Bereits Anfang 2017 wurden auf dem Betriebsgelände Nistkästen für Vogelarten wie Turmfalke, Star, Mauersegler und Haussperling aufgehängt. Die Maßnahme zeigte schnell Erfolg.
Turmfalkenmännchen bei Futterübergabe an Küken; Foto: M. Sommerfeld

Turmfalkenmännchen bei Futterübergabe an Küken; Foto: M. Sommerfeld

Ein Turmfalkenpaar ist bereits in einen Nistkasten eingezogen, hat erfolgreich gebrütet und zieht nun ihre Jungen auf. Mit der Teilnahme am Projekt will der Sicherheitsventilhersteller Leser GmbH einen Beitrag für die Artenvielfalt mitten in der Stadt leisten.
Das Projekt UnternehmensNatur führt der NABU Hamburg gemeinsam mit der Handelskammer Hamburg und der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) durch. Ziel ist es, gemeinsam mit engagierten Unternehmen einen Beitrag für die Steigerung der Biodiversität in der Stadt zu leisten und ein sichtbares positives Zeichen in der Öffentlichkeit zu setzen.
Im Rahmen einer Förderung durch die BUE ist derzeit die Erstberatung und die Erstellung eines UnternehmensNatur-Konzeptes für die Firmen kostenlos. Bisher wurden in Hamburg über 30 Firmen im Rahmen des Projektes UnternehmensNatur beraten, von denen 20 bereits Maßnahmen umsetzen. Mehr über die Maßnahme der Leser GmbH und über UnternehmensNatur

Vielfalt am Standort – Internettool für Biodiversitätsmanagement

Beitrag von: Dr. Franz Kerler
IHK für München und Oberbayern
Für den Erhalt der Artenvielfalt können Unternehmen viel tun. Ein Internetportal, das die bayerischen IHKs, das Landesamt für Umwelt und die Akademie für Landschaftspflege und Naturschutz im Rahmen des Umweltpakts Bayern entwickelt haben, zeigt, wie es geht.
Illustration Bayerisches Landesamt für Umwel Illustration Biodiversitätstoolt

Biodiversitätstool Bayerisches Landesamt für Umwelt

Das neue Werkzeug „Vielfalt am Standort – Schritte zu einem nachhaltigen Biodiversitätsmanagement“ gibt vielfältige Anregungen dazu, wie Firmengelände naturnah gestaltet werden können und wie Biodiversität in Umweltmanagementsystemen oder in der Lieferkette berücksichtigt werden kann.
Mit Phantasie und Sachverstand entstehen artenreiche Blumenwiesen, Brut- und Nistplätze für Wiesenbrüter und Bienen oder der Natur nachempfundene Landschaften und Gewässerläufe. Derart attraktiv gestaltete Außenflächen nützen der Natur und laden Belegschaft und Besucher zu einem kurzen Aufenthalt ein. Best-Practice-Beispiele aus sieben bayerischen Unternehmen geben Anregungen. Internettool „Vielfalt am Standort“

Biodiversität als Kriterium in der Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden

Beitrag von: Felix Jansen
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)
Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat „Biodiversität am Standort“ als eigenes Kriterium in die neueste Version ihres Zertifizierungssystems für nachhaltige Gebäude aufgenommen. Ein Beitrag im DGNB Blog erläutert die Motivation dahinter. Er zeigt auf, inwieweit ein Gebäude zur Förderung der Artenvielfalt beitragen kann. Und er beschreibt, wie auch Gebäudeeigentümer und Nutzer von mehr Biodiversität profitieren. Blogbeitrag mit weiteren Informationen

Vielfalt verbindet: AöL stellt Biodiversitätskampagne vor

Beitrag von: Anne Baumann
Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL)
Er gehört zu den kostbarsten Gütern der Menschheit und wird trotzdem großräumig zerstört: unser Boden. Er wird durch Ackergifte geschädigt, überbaut und leidet unter Erosion. Die Auswirkungen auf unsere Artenvielfalt und die Lebensmittelherstellung sind fatal. Aus diesem Grund hat die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) eine Kampagne ins Leben gerufen, die auf die Bedeutung der Biodiversität hinweist und Best Practice Beispiele aus den Mitgliedsunternehmen vorstellt.
Logo Vielfalt verbindet
Boden für die Lebensmittelherstellung zu erhalten und diesen Ackerboden stets nachhaltig und naturverträglich zu behandeln und zu bearbeiten, muss das oberste Ziel aller an der Land- und Lebensmittelwirtschaft und der Politik beteiligten Akteure sein.
Erst dann kann Humusaufbau, Vielfalt auf dem Acker und damit Biodiversität erhalten und gesteigert werden. Der ökologische Landbau und die ökologische Lebensmittelwirtschaft zeigen seit Jahren, wie es funktionieren kann. Um unsere Wertschöpfungskreisläufe noch mehr zu stärken, fordert die AöL:
  1. Wahre Preise: Die Preise für konventionelle Lebensmittel müssen die Kosten für die Zerstörung der Umwelt widerspiegeln.
  2. Biodiversitätsleistungen der Öko-Landwirte, wie Hecken, Ackerrandstreifen, Mischkulturen, Untersaaten müssen finanziell gefördert werden.
  3. Die Akteure der Wertschöpfungskette müssen gemeinsam handeln und ihre Leistungen bspw. über einen Biodiversitätsfußabdruck für Produkte darstellen.

Alle Informationen zur Kampagne

Wildblumenwiese, Nistkästen und Insektenhotel: BUND und „Umwelt Unternehmen“ zeichnen „Orte der biologischen Vielfalt“ bei der hanseWasser Bremen GmbH aus

Beitrag von: Torsten Stadler
Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen, c/o RKW Bremen GmbH
Bremen/Bremerhaven, 20.6.2018. Bei hanseWasser wird Artenvielfalt groß geschrieben. Denn Dank der Umgestaltung der zwei Betriebsstandorte Seehausen und Habenhausen schuf das Bremer Abwasserunternehmen an einigen Standorten wichtige Lebens- und Rückzugsorte für Bienen, Vögel und Kleintiere.
Foto: © hanseWasser_Hornung; von links, Martin Schultze, Hildegard Kamp, Jörg Broll-Bickhardt, Claudia Jendrek, Martin Rode

Foto: © hanseWasser_Hornung; von links, Martin Schultze, Hildegard Kamp, Jörg Broll-Bickhardt, Claudia Jendrek, Martin Rode

Für dieses Engagement verleiht der BUND Bremen gemeinsam mit der Geschäftsstelle „Umwelt Unternehmen“ die Auszeichnung „Orte der biologischen Vielfalt“ an die hanseWasser Bremen GmbH. Die gleichnamige Kampagne wurde initiiert von „Umwelt Unternehmen“, einer Aktivität des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr, und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Bremen.
Dank Energieeffizienz, dem Ausbau der regenerativen Energieerzeugung und vor allem des Engagements seiner Mitarbeitenden arbeitet hanseWasser seit 2016 klimaneutral. Eine weitere Herzensangelegenheit des Unternehmens: mehr Raum für Biodiversität an den Bremer Standorten zu schaffen. Einige der geplanten Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. So beispielsweise die Errichtung einer Wildblumenwiese oder die Entsiegelung von einer 200 m² großen Fläche. Ein zusätzliches Plus für die Insekten im „Garten“ bei hanseWasser: das selbstgebaute Insektenhotel. Ergebnis eines hanseWasser Azubi-Projekts. Die hanseWasser Bremen GmbH ist seit 2009 Mitglied der „Partnerschaft Umwelt Unternehmen“.

ÖKOPROFIT-Klub OWL schafft Insektenflächen

Beitrag von: Tina Teucher
Insect Respect, Reckhaus GmbH & Co. KG

Eine neue Kooperation mit Insect Respect aus Bielefeld begrünt über 60.000m² und engagiert sich gegen das Insektensterben. Im Mai 2018 lud der ÖKOPROFIT-Klub den Bielefelder Unternehmer Dr. Hans-Dietrich Reckhaus zu einem Vortrag ein, um sich über das Insektensterben aus erster Hand zu informieren. Nur mit ausreichend Lebensräumen, so Dr. Reckhaus (Initiator von Insect Respect), können Insekten die für den Menschen so wichtige Dienste wie Bestäubung leisten. Der dramatische Rückgang der Insekten hat nun 15 Unternehmer des ÖKOPROFIT-Klubs OWL dazu bewogen, 63.000m² betriebseigene Flächen für die insektenfreundliche Umgestaltung zur Verfügung zu stellen.
Begehung der Insektenfläche der B.A.U.M. Consult Ende Juni 2018, durch Dr. Philipp Unterweger (Insect Respect) & Elmar Stevens (B.A.U.M. Consult). © B.A.U.M. Consult

Begehung der Insektenfläche der B.A.U.M. Consult Ende Juni 2018, durch Dr. Philipp Unterweger (Insect Respect) & Elmar Stevens (B.A.U.M. Consult). © B.A.U.M. Consult

Schon nach kurzer Zeit sollen eher leblose Betriebsflächen aufblühen. „Man muss die Natur nur machen lassen, dann entstehen geeignete Lebensräume für Insekten, z.B. Schmetterlinge, wie von alleine“, so Dr. Philipp Unterweger, der leitende Biologe der Fa. Reckhaus, der alle beteiligten Unternehmen besucht und die Flächen besichtigt. Danach erhalten die Betriebe Hinweise für zukünftige Pflegemaßnahmen auf ihren Flächen.
Zu den Maßnahmen gehören u.a. abgestimmte Mahdtermine, die Anlage von Totholz- und Steinhaufen, ggf. Nachsaat insektenfreundlicher Pflanzen und der Verzicht auf Gift auf diesen Flächen. Eines der ersten besuchten Unternehmen ist die B.A.U.M. Consult in Hamm. Hier hat die Firma des Mitinitiators und Betreuers des ÖKOPROFIT-Klubs OWL, Elmar Stevens, selbst 1.500m² zur Verfügung gestellt. Mehr Informationen zu Insect Respect

„…damit das Klima stimmt!“ – Mini-Biotop bei der Wärmeanlagen Chemnitz GmbH

Beitrag von: Steffi Schönherr
Handwerkskammer Chemnitz


Auf dem Firmengelände der Wärmeanlagen Chemnitz GmbH in Chemnitz gedeiht ein Mini-Biotop. Der Verein Natur-Hof Chemnitz hat dem Unternehmen mehrere Insektenhotels „nach Maß“ gebaut. Geschäftsführer Volker Weber will auf dem Betriebsgelände einen kleinen Beitrag gegen den dramatischen Rückgang von Insekten leisten und damit dem Unternehmensmotto „…damit das Klima stimmt!“ noch mehr Nachdruck verleihen. Fachlich wurde das Vorhaben vom Natur-Hof-Verein unterstützt. Ein passendes Naturschutz-Konzept wurde erstellt, welches nun Stück für Stück umgesetzt wird. Erfolge sind bereits zu sehen. Der Hof an einer vielbefahrenen Chemnitzer Ausfallstraße ist eine grüne Insel geworden. Obst und Gemüse sowie Büsche und Bäume bieten eine eindrucksvolle Kulisse und werden auch von den Mitarbeitern gern in den Pausen und zum Naschen genutzt.

Nachhaltig handeln und Profil zeigen – Neue Broschüre mit Selbstcheck erschienen

Beitrag von: Steffi Schönherr
Handwerkskammer Chemnitz
Nachhaltigkeit im Handwerk bedeutet, wirtschaftlichen Erfolg, soziale Verantwortung und Schonung der Umwelt vorbildlich miteinander zu verbinden. Nicht zuletzt steigert Nachhaltigkeit heute auch die Attraktivität als Arbeitgeber.
Cover Broschüre der IHK Chemnitz

Cover der Broschüre

Die Vielfalt der Aktivitäten des Handwerks wird anhand von neun ausgewählten Feldern in der Broschüre „Nachhaltigkeitsmotor Handwerk“ veranschaulicht. Zu jedem Feld gibt es auch einige Fragen als Selbstcheck, mit dem Unternehmer testen können, ob sie mit Ihrem Unternehmen bereits im Sinne der Nachhaltigkeit aktiv sind und wo Sie sich noch mehr engagieren könnten. Dazu gehören auch das Themenfeld Ressourcenschutz und der sparsame Flächenverbrauch.
Die Broschüre „Nachhaltigkeitsmotor Handwerk“ und ergänzende Unterstützung zum Thema erhalten Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Chemnitz bei Steffi Schönherr, Beauftragte für Innovation und Technologie, Tel.: 0371 5364-240, E-Mail: s.schoenherr@hwk-chemnitz.de. Entwickelt wurde das Beratungskonzept ursprünglich in der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Auch in Niedersachsen und weiteren Bundesländern bieten die Handwerkskammern bereits entsprechende Beratungen an.

„Aktion Grün“ – neue Broschüre des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz

Beitrag von: Torsten Kram
Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz


Unter dem Titel „Aktion Grün – Gemeinsam Arten schützen“ hat das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz im Frühsommer 2018 eine neue Broschüre herausgebracht. Darin wird das Landesprogramm „Aktion Grün“ vorgestellt. Das Ministerium will gemeinsam mit Partnern aus Naturwirtschaft und Landwirtschaft, Gesellschaft und Kommunen das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten aufhalten und Naturräume schützen. Im Rahmen des Programms werden einzelne Projekte gefördert, die in der Broschüre vorgestellt werden. Mehr Informationen zum Landesprogramm „Aktion Grün“ und zu den einzelnen Projekten

EU-Projekt zu Naturnahen Firmengeländen und Grüner Infrastruktur

Beitrag von: Sven Schulz
Global Nature Fund
Um die clevere Idee der naturnahen Gestaltung von Firmengeländen in den nächsten Jahren voran zu treiben, setzt die Bodensee-Stiftung gemeinsam mit dem Global Nature Fund, dem Institut für lebensbezogene Architektur und weiteren Partnern in Spanien, Österreich und der Slowakei das vom LIFE-Programm der Europäischen Union geförderte Projekt „Boosting Urban Green Infrastructure through Biodiversity-Oriented Design of Business Premises (BooGI-BOP)“ um. Das Projekt läuft seit Juli 2018 und endet im Dezember 2021.
Foto: Sven Schulz / Bodensee-Stiftung

Foto: Sven Schulz / Bodensee-Stiftung

Im Rahmen von BooGI-BOP werden die Projektpartner Lösungen für Herausforderungen auf dem Weg zum naturnahen Firmengelände entwickeln und erproben. Neben Informationen und Beratungen für Unternehmen bietet das Projekt auch Inhalte für Städte und Gemeinden, PlanerInnen, UmsetzerInnen und Facility-ManagerInnen.
Das Projekt zielt auch darauf ab, die Wirksamkeit ökologischer Gestaltungselemente zu erhöhen, indem naturnahe Firmengelände als Teil der lokalen und regionalen grünen Infrastruktur begriffen werden. Aber auch der Mensch soll stärker profitieren: In den Beratungen werden die Projektpartner mit interessierten Unternehmen auch darüber diskutieren, ob und auf welche Weise die naturnahe Gestaltung des Firmengeländes eine Rolle im unternehmerischen Gesundheitsmanagement spielen kann.
Das Projekt wird koordiniert von der Bodensee-Stiftung. Kontakt für Rückfragen: Sven Schulz / 07732 99 95 441 / sven.schulz@bodensee-stiftung.org

Umweltausschuss der IHK Ostbrandenburg informiert sich über „Natur auf Zeit“

Beitrag von: Burghard Seibold
IHK Ostbrandenburg


Wie sich Natur und wirtschaftliche Entwicklung ganz konkret auf einem Firmengelände in Einklang bringen lassen können, stand im Mittelpunkt der Umweltausschusssitzung der IHK Ostbrandenburg Anfang Juni 2018 in Angermünde. Passend zum Thema fand die Beratung in den Räumen der Verwaltung des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin statt. Vortragende zu diesem Thema waren Dr. Katharina Mohr von der DIHK Service GmbH, Godehard Vagedes vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg und Harald Wendt von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Uckermark.

Dass sich Unternehmen durchaus ihrer Verantwortung bewusst sind und auch einen Beitrag für Artenvielfalt und Naturschutz leisten wollen, wurde in der Diskussion von den Ausschussmitgliedern unterstrichen. Aber Unternehmen stehen im Wettbewerb und müssen flexibel bleiben. Das bedeutet, Betriebsflächen müssen für notwendige Investitionsvorhaben kurzfristig und ohne großen Aufwand verfügbar sein. Und genau hier besteht das Problem: Werden Flächen einer natürlichen Entwicklung überlassen, steigt deren naturschutzfachlicher Wert. Eine Investition auf dieser Fläche stellt einen Eingriff dar, der teuer auszugleichen ist. Einigkeit herrschte aber bei allen Anwesenden, dass es im Gesamtsaldo besser ist, Natur auf Zeit zuzulassen, als durch unüberbrückbare Hürden Unternehmen dazu zu zwingen, konsequent eine natürliche Entwicklung auf ihren Flächen zu verhindern. Gemeinsam muss es gelingen, einen rechtssicheren Rahmen für Natur auf Zeit zu schaffen. Mehr zur Ausschusssitzung

Am 22. Mai 2018, dem Internationalen Tag der biologischen Vielfalt, zu Gast bei der Dierker Brandschutz OHG

Beitrag von: Torsten Stadler
Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen, c/o RKW Bremen GmbH
Das Unternehmen hat 2016 einen “Ort der biologischen Vielfalt“ auf dem Firmengelände geschaffen: Entsiegelte Parkflächen wurden mit Hecken, Gehölzgruppen und Einzelsträuchern bepflanzt und rund um den Parkplatz Wildnisecken mit Totholz, Reisig und Mähguthaufen geschaffen. Auch Kräuterspiralen und diverse Nisthilfen für Igel, Vögel und Fledermäuse sind zu finden.
Veranstaltung biologische Vielfalt bei Dierker Brandschutz auf dem Firmengelände. Foto: Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen c/o RKW Bremen GmbH

Veranstaltung biologische Vielfalt bei Dierker Brandschutz auf dem Firmengelände. Foto: Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen c/o RKW Bremen GmbH

Geschäftsführer Werner Dierker hat sich deshalb auch dem Thema Bienen zugewandt und leistet mit der Ansiedlung von insgesamt 140.000 Honigbienen auf dem Firmengelände einen großen Beitrag zur Arterhaltung. Die vier Bienenvölker sorgen darüber hinaus für mehr Biodiversität in der Stadt. Ihr Honig wird zudem nicht gewerblich genutzt sondern den Bienen überwiegend als Wintervorrat im Bienenstock belassen.
Herr Dierker Informierte die 18 Gäste ausführlich über das Halten von Bienen und ihren Nutzen für die Umwelt. Darüber hinaus sprach Herr Schulze von der Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen über das Projekt `Orte der biologischen Vielfalt´, das in Kooperation mit dem BUND Bremen umgesetzt wird. Weitere Informationen

Umweltpreis der Handwerkskammer Chemnitz 2018: Biodiversität wieder im Blick

Beitrag von: Steffi Schönherr
Handwerkskammer Chemnitz
Einer der fünf Preisträger des diesjährigen Umweltpreises der Handwerkskammer Chemnitz unter dem Motto „Handwerk – innovativ und nachhaltig“ ist die Massivholz Design GmbH aus Raschau-Markersbach im Erzgebirge. Geschäftsführer Mario Günther wurde am 5. Juni 2018 für beispielhafte Leistungen im Bereich Umweltorientierte Unternehmensführung und Ressourcenschonung ausgezeichnet. Mit viel Authentizität und persönlichem Engagement spielen Umweltschutz und Nachhaltigkeit kontinuierlich seit vielen Jahren eine bestimmende Rolle beim unternehmerischen Handeln. „Umweltschutz und die Schonung von Ressourcen sind ein fortlaufender Prozess, bei dem wir durch fortwährende Maßnahmen aktiv sind. Nachhaltigkeit, effizientes und ökologisches Arbeiten sind fester Bestandteil unseres täglichen Arbeitens“. Ausgezeichnet wurden dabei u.a. auch Maßnahmen wie ein Biotop auf dem Betriebsgelände, die Wiederverwendung von Althölzern, die Verwendung von Holz aus der Region und Initiativen zur Kundenmotivation hinsichtlich Nachhaltigkeit.

Übrigens: Alle Preisträger erhielten anstelle eines Blumenstraußes eine Pflanze für das Betriebsgelände. In diesem Jahr war es ein Schwarzer Holunder, der nicht nur attraktiv aussieht, sondern auch eine gute Bienenweide ist und dessen Beeren den Vögeln Nahrung bieten.

NABU GAP-Ticker

Beitrag von: Karin Flohr
Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Am 1. Juni ist der NABU GAP-Ticker auf https://blogs.nabu.de/naturschaetze-retten/ gestartet. Dort werden wir regelmäßig über die politischen Vorgänge auf dem Weg zur GAP-Reform berichten. Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, können Sie den Blog abonnieren.

Unternehmen Biologische Vielfalt – Ein Gespräch mit Akteuren der Region

Beitrag von: Thomas Madry
IHK Kassel-Marburg


Die IHK Kassel-Marburg lädt am 12. September 2018 ab 18 Uhr unter dem Titel „Unternehmen Biologische Vielfalt – Ein Gespräch mit Akteuren der Region“ zu einem gemeinsamen Forum mit Akteuren aus Wirtschaft und Naturschutz ein. Dabei sollen die verschiedenen Perspektiven von Wirtschaft und Naturschutz zur Sicherung der biologischen Vielfalt eingebracht und beispielhafte Aktivitäten vorgestellt werden. Den Rahmen bildet die Ausstellung "Ausgesummt – Das Insektensterben und seine Folgen" im Naturkundemuseum im Ottoneum in Kassel. Impulse zum gemeinsamen Austausch kommen von Dr. Kai Füldner (Ottoneum), Dagmar Krause (Wintershall) und weiteren Akteuren der Region. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Interessierte können sich noch bis zum 28. August 2018 bei Judith Scheuer-Schmidt (scheuer-schmidt@kassel.ihk.de) anmelden.

BuGG-Fassadenbegrünungssymposium am 25. September 2018 in Hamburg

Beitrag von: Gunter Mann
Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG)
Viele Infos rund um vertikales Grün beim BuGG- Fassadenbegrünungssymposium am 25.09.2018 in Hamburg; Foto: BuGG

Viele Infos rund um vertikales Grün beim BuGG- Fassadenbegrünungssymposium am 25. September 2018 in Hamburg; Foto: BuGG

Am 25. September findet in Hamburg das 9. BuGG-Fassadenbegrünungssymposium statt. Die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) der Freien und Hansestadt Hamburg und der Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG), die das Symposium organisieren, freuen sich auf zahlreiche Teilnehmer. Das ganztägige Seminar, das sich an Planer, Städte, Bauherren und Stadtplaner richtet, vermittelt sowohl bau- als auch vegetationstechnische Grundlagen, Aktuelles und Innovatives zur Fassadenbegrünung. Unter anderem sind folgende Beiträge vorgesehen:
  • Fassadenbegrünungsstrategie Hamburg. „Bau nie ohne! Urbanes Grün in allen Dimensionen
  • Vorstellung der neuen FLL-Richtlinie zur Fassadenbegrünung
  • Stellenwert der Fassadenbegrünung in Architektur und Städtebau
  • Pflanzenvielfalt bodengebundener Fassadenbegrünungen
  • Brandverhalten begrünter Fassaden. Aktuelle Untersuchungen aus Österreich
  • Hitzevorsorge. Verdunstungsleistungen von Fassadenbegrünungen

Mit Spannung werden zudem die praxisnahen Kurzvorträge von BuGG-Mitgliedern zu besonderen Projekten erwartet. Ein weiteres Highlight sind die Objektbesichtigungen zwischen den Vormittags- und Nachmittagsthemenblöcken. Hierbei können die Teilnehmer verschiedene Fassadenbegrünung „live“ erleben und am Objekt diskutieren.
Weitere Informationen zum Programm und Anmeldung

Tag der Insekten: Save the Dates

Beitrag von: Tina Teucher
Insect Respect, Reckhaus GmbH & Co. KG
Engagierte für Biodiversität, Artenvielfalt und Insekten treffen sich weiterhin regelmäßig im Veranstaltungsformat Tag der Insekten. Dafür stehen nun die nächsten Termine fest.
Ankündigungsbild Tag der Insekten
Erstmals in der Schweiz kommen Interessierte am 15. November 2018 in Aarau (Kanton Aargau) zusammen. Dort veranstalten Insect Respect und BirdLife Schweiz den ersten Tag der Insekten Schweiz. Als Referent zugesagt hat u.a. bereits Dr. Hans Herren, Gründer der Stiftung Biovision und Träger des Alternativen Nobelpreises.
Die Organisatoren möchten Akteure aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Medien vernetzen und sind offen für Vorschläge zu Impulsen, Best Practice und Projektvorstellungen. (Email für Anmeldung und Inputs: events@insect-respect.org)

Der nächste Tag der Insekten in Deutschland findet am 21. März 2019 in Berlin statt. Bereits zum dritten Mal kommen dann Vertreter von NGOs, Unternehmen, Behörden, Forschung, Bildung und Landwirtschaft zusammen, um gemeinsam Lösungen gegen das Insektensterben zu diskutieren und die „Lobby für Insekten“ zu stärken. (Email für Anmeldung und Inputs: events@insect-respect.org). Weitere Informationen

Impressum und Disclaimer

'Biodiversity in Good Company' Initiative e. V.
Koordinierungsstelle von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"

Pariser Platz 6
10117 Berlin
Tel +49.(0)30-226050-10/-11
Fax +49.(0)30-226050-19
contact(at)business-and-biodiversity.de
www.business-and-biodiversity.de

Kontaktpersonen UBi 2020: biologischevielfalt.bfn.de/unternehmen-2020/kontakt.html

Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Vereinsregister-Nr. VR 31061 B

Vorstand gem. § 26 BGB
Geschäftsführerin (Besondere Vertreterin nach § 30 BGB):
Dr. Katrin Reuter
katrin.reuter(at)business-and-biodiversity.de

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Die Infobriefe werden durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.