Infobrief "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"
UBi 2020 Infobrief 9 November 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

dies ist die neunte Ausgabe des Infobriefs "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020". Folgende Neuigkeiten aus dem Netzwerk haben uns dieses Mal erreicht. Gutes Informieren und eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

mit freundlichen Grüßen
Ihre UBi 2020-Koordinierungsstelle

Inhaltsverzeichnis:

Bundesumweltministerin Svenja Schulze diskutiert auf dem 9. Nationalen Forum ihre Maßnahmenvorschläge zum Insektenschutz mit relevanten Akteuren (Quelle: BMU/F. Gärtner)

Bundesumweltministerin Svenja Schulze diskutiert auf dem 9. Nationalen Forum ihre Maßnahmenvorschläge zum Insektenschutz mit relevanten Akteuren (Quelle: BMU/F. Gärtner)

Umweltministerin Schulze schlägt Maßnahmen gegen das Insektensterben vor

Beitrag von: Mira Nürnberg
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat im Rahmen des 9. Nationalen Forums zur biologischen Vielfalt am 10. Oktober 2018 in Berlin Maßnahmenvorschläge des Bundesumweltministeriums für das im Koalitionsvertrag vereinbarte "Aktionsprogramm Insektenschutz" vorgestellt.

Im Zentrum der Vorschläge des BMU stehen ein grundlegender Wandel beim Fördersystem für die Landwirtschaft und beim Umgang mit Pestiziden. Weitere Vorschläge zielen u.a. auf Gesetzesänderungen zum Schutz von Gewässerrandstreifen, zur Unterschutzstellung von Biotopen wie artenreichem Grünland und Regelungen zur Eindämmung der Lichtverschmutzung ab.

Die Maßnahmenvorschläge des BMU wurden auf dem 9. Nationalen Forum mit Landwirtschaft, Naturschutz, Forschung, Ländern, Kommunen und anderen zentralen Akteuren diskutiert. Zugleich startete ein vierwöchiger Online-Dialog, bei dem Bürgerinnen und Bürger bis zum 7. November eigene Ideen zum Insektenschutz einbringen konnten.

Nach der Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung wird das Bundesumweltministerium den Gesamtentwurf für das Aktionsprogramm Insektenschutz erarbeiten und innerhalb der Bundesregierung abstimmen. Im Frühsommer 2019 soll das "Aktionsprogramm Insektenschutz" im Kabinett beschlossen werden.

BMU-Maßnahmenvorschläge zum Download [pdf]
Online-Dialog
Informationsseite des BMU zum Insektenschutz
 

Insektenforscher mit Deutschem Biodiversitätspreis ausgezeichnet

Beitrag von: Nora Künkler
Heinz Sielmann Stifung

Am 15. November verlieh die Heinz Sielmann Stiftung zum dritten Mal den Deutschen Biodiversitätspreis. Die Festveranstaltung fand in Hannover statt. Preisträger ist der Entomologische Verein Krefeld e.V.

Insektenforscher beim Mikroskopieren

Bild: Insektenforscher bei der Arbeit. Quelle: Entomologischer Verein Krefeld e.V.

Seit fast 30 Jahren erheben die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins systematisch den Bestand von Fluginsekten. Im Jahr 2017 publizierten sie ihre Ergebnisse – und erreichten damit weltweit Aufmerksamkeit für das Thema Insektensterben. Die Bedrohung unserer Lebensgrundlagen durch den Verlust der biologischen Vielfalt rückte in das Bewusstsein der Gesellschaft, Medien und Politik.

Mit ihrer Langzeitstudie lieferten die Wissenschaftler den entscheidenden Nachweis für den tatsächlichen Rückgang von Insekten. Mittels eines eigens entwickelten Verfahrens wurde die Biomasse von flugfähigen Insekten in der Landschaft erfasst. Im Forschungszeitraum ging die Zahl der fliegenden Insekten jährlich um 76% zurück. Besonders brisant: Die Studie wurde in Schutzgebieten durchgeführt. Diese waren zumeist von intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen umgeben.

Mit der Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Biodiversitätspreises an den Entomologischen Verein Krefeld e.V. würdigt die Heinz Sielmann Stiftung die langjährigen insektenkundlichen Untersuchungen der ehrenamtlichen Mitglieder.

Unternehmen haben viele Möglichkeiten Insekten zu schützen. Die Heinz Sielmann Stiftung informiert und berät Sie gerne. Mehr Informationen

„Wir verarbeiten Sortenvielfalt!“ Bio-Verarbeiter in HD

Beitrag von: Anne Baumann
Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL)

Für Hersteller von Bio-Lebensmitteln ist es eine herausfordernde Aufgabe ökologische Rohstoffe zu verarbeiten. Dafür bedarf es nämlich eines speziellen Know-Hows und einer gewissen Flexibilität, denn die Erzeugnisse sind ohne chemisch-synthetische Pestizide angebaut. Die Unternehmen der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) nehmen die Erzeugnisse jedoch ab und fördern damit die Artenvielfalt. Sie unterstützen den bio-dynamischen Anbau, der den Boden fruchtbar hält und Lebensräume für viele Tiere und Insekten bereit hält und verarbeiten alte Sorten, wie Emmer, Dinkel und Einkorn und sorgen so auch für eine Sortenvielfalt.

Screenshot Video AöL

Screenshot Video AöL

Die Verantwortlichen von Huober Brezel, Erdmannhauser, Spielberger Mühle, Naturata und Beutelsbacher Fruchtsäfte geben in diesem Video einen Einblick in ihre Biodiversitätsbemühungen und erklären im Interview, was sie für die Biodiversität tun.

Weitere Videos auf YouTube-Kanal der AöL
Biodiversitätskampagne der AöL

Neuer Leitfaden für naturnahe Gestaltung von Firmenflächen

Beitrag von: Johanna Schnellinger
Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege


Die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege hat einen Leitfaden zur naturnahen Gestaltung von Firmengeländen herausgebracht. Unter dem Titel „Naturnahe Gestaltung von Firmenflächen – Worin liegt der Mehrwert für Natur und Wirtschaft?“ behandelt der Leitfaden zum einen die Frage, wie Unternehmerinnen und Unternehmer motiviert werden können, ihre Firmenflächen attraktiv zu gestalten und die Biodiversität zu fördern.

Titelbild des Leitfadens

Titelbild des Leitfadens

Außerdem gibt der Leitfaden konkrete und praktische Hinweise dazu, wie man Flächen für eine naturnahe Gestaltung identifiziert, welche Vorteile sich für Firmen, Mitarbeiter, Kunden und Anwohner ergeben und von welchen Umgestaltungsmaßnahmen Tier- und Pflanzenarten besonders profitieren. Der Leitfaden enthält auch weiterführende Hinweise auf Ansprechpartner, die bei der naturnahen Firmengeländegestaltung beraten und unterstützen können.

Download des Leitfadens [pdf]

BVE - Erhalt der Biodiversität – Lebensmittelhersteller übernehmen Verantwortung

Beitrag von: Stefanie Sabet
Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE)

Landökosysteme bilden die Grundlage der Lebensmittelproduktion. Die Verantwortung, Böden, Lebensräume und Biodiversität zu bewahren, trägt auch die Ernährungsindustrie, ob bio- oder konventionell, ob in Deutschland oder weltweit.

Unternehmen engagieren sich in gemeinsamen Initiativen oder individuell für den Erhalt der Biodiversität. So haben Brancheninitiativen wie das „Forum Nachhaltiger Kakao“ das Ziel, die natürlichen Ressourcen und die Biodiversität in den Anbauländern zu erhalten. Das Projekt „Pro-Planteurs“ in der Elfenbeinküste pilotiert Maßnahmen zur Stärkung der Biodiversität. Auch international ist die Branche aktiv. In der „Berlin Declaration“ der 4. Weltkakao- Konferenz im Mai 2018 verpflichten sich die Akteure gemeinsam gegen fortschreitende Entwaldung vorzugehen. 

Lebensmittelhersteller sind auch individuell engagiert. So fördern beispielsweise Unilever und Symrise gemeinsam mit der GIZ den nachhaltigen Vanille-Anbau in Madagaskar. Neben der Vermittlung von nachhaltigen Anbaupraktiken engagieren sich die Unternehmen auch in der Umwelterziehung in Grundschulen. Die Firmen Original Food und Tuchel & Sohn verfolgen einen anderen Ansatz. Gemeinsam mit der GIZ fördern sie den Erhalt äthiopischer Bergregenwälder durch nachhaltige Wildsammlung von Kaffee und Honig. Durch höhere Einkommen für die Familien reduziert sich der Druck auf die natürlichen Ressourcen und die Biodiversität der Regenwälder.

Weitere Informationen über die oben genannten Aktivitäten zum Schutz der Biodiversität finden Sie unter folgenden Links:

Forum Nachhaltiger Kakao
World Cocoa Conference 2018
Informationen zum Projekt zu nachhaltigem Vanille-Anbau in Madagaskar [pdf]
Original Food
 

Dierker Brandschutz erhält Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Beitrag von: Torsten Stadler
Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen, c/o RKW Bremen GmbH

Bremen/Bremerhaven, 19.10.2018
Ob 140.000 Honigbienen, Rasengittersteine, Obstbäume oder einfach nur eine Nistgelegenheit: Jede dieser Maßnahmen fördert den Erhalt von Flora und Fauna. „Partnerschaft Umwelt Unternehmen“-Mitglied Dierker Brandschutz hat so auf seinem Firmengelände einen einzigartigen „Ort der biologischen Vielfalt“ geschaffen.

Überreichung der Auszeichnung

Martin Schulze, Dr. Diana Wehlau und Christine Cramm (Vorsitzende BUND Bremen) gratulieren Werner und Thomas Dierker zur Auszeichnung von "Alles für die Biene" als UN-Dekade-Projekt.Bild: Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen

Nun wurde das Engagement des Unternehmens aus Bremen-Nord als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt und mit einer gemeinsamen Pflanzaktion die Umgestaltung eines weiteren Teils des Betriebsgeländes abgeschlossen. Die entsiegelten Parkflächen wurden bereits im Vorfeld mit Hecken, Gehölzgruppen und Einzelsträuchern bepflanzt und rund um den Parkplatz Wildnisecken mit Totholz, Reisig und Mähguthaufen angelegt. Diverse Nisthilfen bieten Igeln, Vögeln und Fledermäusen Schutz- und Brutmöglichkeiten.

Eine Herzensangelegenheit ist für Geschäftsführer Werner Dierker jedoch die Ansiedlung von 140.000 Honigbienen. Dr. Diana Wehlau, Referatsleiterin Umweltinnovationen & Anpassung an den Klimawandel beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und Christine Cramm, Vorsitzende beim BUND Landesverband Bremen und Martin Schulze von der Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen überreichten Werner Dierker und Sohn Thomas die UN-Dekade-Auszeichnung.

Weitere Informationen

Ritter Sport und Insect Respect schaffen vielfältigen Lebensraum für Insekten

Beitrag von: Tina Teucher
Insect Respect, Reckhaus GmbH & Co. KG

Im Projekt „RITTER SPORT hilft!“ haben Auszubildende des Schokoladenherstellers nach der Beratung von Insect Respect eine Grünfläche als Biotop mit Lebensräumen für verschiedene Tier- und Pflanzenarten geschaffen.

Auszubildende bauen "lebendiges Quadrat"

Bild: Insect Respect

Mittelpunkt des Projekts war ein „Lebendiges Quadrat“: 12.000 Niströhrchen und 400 Löcher in Hartholzblöcken bieten v.a. Platz für solitär lebende Wildbienenarten. Zudem entstanden Feuchtwiesen, Totholzhaufen, und Wildstaudenbeete. Insect Respect und der NABU unterstützten das Projekt.

Weitere Informationen

Worlée-Chemie gewinnt Responsible Care-Preis 2018

Beitrag von: Jörg Fortmann
IHK zu Lübeck

Die Worlée-Chemie GmbH aus Lauenburg hat in diesem Jahr den Responsible-Care-Preis 2018 des Verbands der Chemischen Industrie Landesverband Nord (VCI Nord) gewonnen. Prämiert wurde Worlée für ein Projekt, mit dem das Unternehmen aktiv heimische Landwirte beim nachhaltigen Anbau von Leindotterpflanzen unterstützt. Das Projekt wird seit Anfang 2018 im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durchgeführt, gemeinsam von den Deutschen Amphibolin-Werken und Worlée-Chemie. Die Ölpflanze Leindotter wird dabei im Mischfruchtanbau mit Erbsen angepflanzt. Der Ertrag der Erbsen bleibt im Mischfruchtanbau trotz zeitgleicher Leindotterproduktion in etwa stabil. So ist eine Produktion von nachwachsenden Rohstoffen möglich, die nicht mit dem Anbau von Futter- und Nahrungsmitteln konkurriert. Außerdem bietet Leindotter Wild- und Honigbienen ein gutes Nahrungsangebot. Worlée-Chemie produziert u. a. Rohstoffe für die Farb- und Lackindustrie. Das Öl des Leindotters wird dabei zur Herstellung von Alkydharzen benötigt, die als Bindemittel eingesetzt werden.

Mehr über das Projekt
Mehr über den Responsible-Care-Preis für Worlée

Neue Kooperationen mit dem Bergwaldprojekt e.V. zum Schutz des Klimas und zur Förderung der Biodiversität in den heimischen Wäldern

Beitrag von: Lena Gärtner
Bergwaldprojekt e.V.

Die Waldschützer vom Bergwaldprojekt haben gerade mit den Unternehmen Memo AG, Commerzbank und Lubrication Deutschland SE & Co. KG neue Kooperationen vereinbart. Im Rahmen dieser Zusammenarbeiten werden innerhalb der Unternehmen Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks gestartet, z. B. zur Reduktion des Papierverbrauchs oder von Transportwegen, Verpackungen etc.
Da der Erfolg solcher Maßnahmen auch von der Bereitschaft von Kunden und Mitarbeitern abhängt, dieses Engagement anzunehmen und mitzutragen, motivieren immer mehr Unternehmen zur Umsetzung solcher Maßnahmen mit einer gemeinnützigen Förderung von naturnahen Waldumbauprojekten des Vereins.

Frau mit Nadelbaum-Setzlingen

Bild: Bergwaldprojekt e.V.

Mithilfe der Pflanzung standortheimischer Bäume in Freiwilligenprojekten oder bei Pflanzeinsätzen mit Mitarbeitern der Unternehmen werden die Waldökosysteme stabilisiert und in ihrer Anpassung an den Klimawandel unterstützt.

Die Kooperationen mit dem Bergwaldprojekt schonen somit die natürlichen Ressourcen und fördern gleichzeitig aktiv deren Erhalt.

Alle Kooperationen von Bergwald e.V.

BVMW und UnternehmensGrün - Matchmaking für Umweltkooperationen: Vorteil für die Biodiversität

Christian Menke, Referent für Nachhaltigkeit, Energie, Mobilität und Umwelt, Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW)
Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin, UnternehmensGrün


Mit Kooperationen zwischen Unternehmen und Umwelt-NGOs können Transformationsprozesse in der Wirtschaft unterstützt werden. Dazu müsse laut Umweltbundesamt der Umweltnutzen im Mittelpunkt der Kooperation stehen. Gerade bei Projekten, die die Biodiversität fördern, ist das der Fall.

Gemeinsam wollen UnternehmensGrün und der Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft Umweltkooperationen anstoßen und unterstützen. Dazu wurden bereits zwei Matching-Marktplätze in 2018 veranstaltet (in Berlin und Dessau). Denn wenn Ressourcen und Kompetenzen im Rahmen von Umwelt-Kooperationen gebündelt werden, können ganz neue Lösungswege entwickelt werden. Gesuche und Angebote für Kooperationen wurden im Rahmen der Matching-Marktplätze von Unternehmen und Umweltorganisationen vorgestellt – ein direkter Austausch folgte in der Netzwerkphase. „Die Werte des Unternehmens müssen sich in der Kooperation widerspiegeln und weitergegeben werden,“ so Philip Luthardt, Bohlsener Mühle.

Die Ausgestaltung der Kooperationen ist vielfältig und reicht von der Pflanzung von Bäumen im Rahmen eines Corporate Volunteering Programms, bis hin zur naturnahen Umgestaltung des Firmengeländes. Für das Gelingen sind laut Axel Kaiser (DENTTABS) „hohe Einsatzbereitschaft und klare Kommunikation auf beiden Seiten sind sehr wichtig.“

Unterstützt wurden die Matching-Marktplätze durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Handout #HowToCooperate [pdf]
Handout Kooperationen von Unternehmen und Umweltorganisiationen erfolgreich gestalten

Zur Nachahmung empfohlen: In 10 Schritten zum Biotop

Beitrag von: Nora Künkler
Heinz Sielmann Stifung

Es gibt zahlreiche praktische Möglichkeiten, sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt vor der eigenen Haustür zu engagieren. Ein bewährtes und effektives Werkzeug für Vielfalt in der Kulturlandschaft ist das Anlegen von Biotopen.

Die Heinz Sielmann Stiftung hat den Ratgeber „In 10 Schritten zum Biotop“ veröffentlicht. Der Leitfaden soll dazu anstiften, deutschlandweit neue Biotope einzurichten. Er gibt Unternehmen, Gemeinden und Verwaltungen ganz konkrete Hilfestellung.
 

Blick von oben auf Weiher am Nesselwanger Ried

Vorher eine intensiv genutzte Grasfläche, ist der Weiher am Nesselwanger Ried in Sielmanns Biotopverbund Bodensee heute Lebensraum für viele Vögel, Insekten und Amphibien. Bild: Andreas Hammer

Die Idee „Jeder Gemeinde ihr Biotop“ geht auf den renommierten Ornithologen und Naturschützer Prof. Dr. Peter Berthold zurück. Seit über sechzig Jahren engagiert sich der Wissenschaftler für den Naturschutz. Seit 2005 ist er Stiftungsratsmitglied der Heinz Sielmann Stiftung. Auf seine Initiative hin entstand Sielmanns Biotopverbund Bodensee. In den letzten 14 Jahren wurde dort ein Rettungsnetz für die Natur aufgebaut.

Über 110 Biotopbausteine an 36 Standorten konnten gemeinsam mit Städten und Gemeinden geschaffen werden, darunter neu angelegte Stillgewässer, aufgewertete Streuobstwiesen und extensive Weideprojekte. „Ich empfehle die Anlage von Biotopen ausdrücklich zur Nachahmung. Wenn möglichst viele Akteure diese Idee kopieren, wäre das ein entscheidender Schritt gegen den Artenschwund.“, resümiert Prof. Berthold.

Die Broschüre kann mit einer E-Mail an info@sielmann-stiftung.de unter dem Betreff „Broschüre Biotopverbund“ bestellt werden. Hier finden Sie ein Bestellformular.

Tag der Insekten: 21. März 2019, Berlin

Beitrag von: Tina Teucher
Insect Respect, Reckhaus GmbH & Co. KG

Beim jährlichen Tag der Insekten treffen sich Engagierte für Biodiversität, Artenvielfalt und Insekten aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Vertreter von NGOs, Unternehmen, Behörden, Forschung, Bildung und Landwirtschaft, um gemeinsam Lösungen gegen das Insektensterben zu diskutieren und die „Lobby für Insekten“ zu stärken.

Ankündigung Tag der Insekten 2019

Insect Respect veranstaltet 2019 in Zusammenarbeit mit dem Museum für Naturkunde Berlin den nächsten Tag der Insekten.

Inhalte:
•    Lösungen & Projekte gegen das Insektensterben
•    Bundesweite Vernetzung zu Insekten und Biodiversität
•    Neue Kooperationen, gemeinsame Initiativen
Als Referenten haben u.a. bisher zugesagt:
•    Prof. Dr. Josef Settele (Ko-Vorsitzender des Globalen Assessments des Weltbiodiversitätsrates (IPBES))
•    Dr. Maja Göpel (Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU))
•    Prof. Dr. Johannes Vogel (Generaldirektor im Museum für Naturkunde Berlin)
•    Moderation: Nina Ruge (Botschafterin der UN-Dekade für biologische Vielfalt)

Am Vorabend (20.3.2019) gibt es einen Abendvortrag im großen Dinosauriersaal des Museums für Naturkunde Berlin.
 

Impressum und Disclaimer

'Biodiversity in Good Company' Initiative e. V.
Koordinierungsstelle von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"

Pariser Platz 6
10117 Berlin
Tel +49.(0)30-226050-10/-11
Fax +49.(0)30-226050-19
contact(at)business-and-biodiversity.de
www.business-and-biodiversity.de

Kontaktpersonen UBi 2020: biologischevielfalt.bfn.de/unternehmen-2020/kontakt.html

Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Vereinsregister-Nr. VR 31061 B

Vorstand gem. § 26 BGB
Geschäftsführerin (Besondere Vertreterin nach § 30 BGB):
Dr. Katrin Reuter
katrin.reuter(at)business-and-biodiversity.de

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Die Infobriefe werden durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.