Infobrief "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"
UBi 2020 Infobrief 10 April 2019
Sehr geehrte Damen und Herren,

dies ist die zehnte Ausgabe des Infobriefs "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020". Folgende Neuigkeiten aus dem Netzwerk haben uns dieses Mal erreicht.

Gutes Informieren und eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

mit freundlichen Grüßen
Ihre UBi 2020-Koordinierungsstelle

Inhaltsverzeichnis:

Dr. Christiane Paulus (BMU) beim Dialogforum 2019. Quelle: Dialogforum 2019 von UBi 2020, F. Nürnberger für 'Biodiversity in Good Company' Initiative.

Unternehmen Biologische Vielfalt 2020: Dialogforum 2019

Beitrag von: Koordinierungsstelle von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"

Auch die diesjährige Jahresveranstaltung der Verbändeplattform "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020" (UBi 2020), welche am 20. März 2019 in Berlin stattfand, war mit ca. 160 Teilnehmenden wieder sehr gut besucht.
Dialogforum 2019 von UBi 2020; Foto: F. Nürnberger für 'Biodiversity in Good Company' Initiative

Dialogforum 2019 von UBi 2020; Quelle: F. Nürnberger für 'Biodiversity in Good Company' Initiative.

Eröffnet wurde der Tag durch Dr. Katja Heubach, Leiterin Palmengarten und Botanischer Garten Frankfurt, und eine Rede des Bundesumweltministeriums. Es folgten eine Podiumsdiskussion im Fishbowl-Format zur Frage "Unternehmen und biologische Vielfalt - Wie weiter nach 2020?" sowie zahlreiche Praxisbeispiele. Am Nachmittag wurden die Themen "'Biodiversität und Klima - Integrative Ansätze'", "Biodiversität in der Lieferkette - Schwerpunkt Rohstoffe" und "Insektenschutz - Was Unternehmen tun können" in parallelen Foren vertieft diskutiert.

Eine Dokumentation der Veranstaltung folgt demnächst.

Weitere Informationen

Einladung zur Preisverleihung des Wettbewerbs „Die Lieferkette lebt. Lieferketten gestalten, biologische Vielfalt erhalten“

Beitrag von: Koordinierungsstelle von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"

Gemeinsam haben das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), die 'Biodiversity in Good Company‘ Initiative und der NABU (Naturschutzbund Deutschland) den Wettbewerb „Die Lieferkette lebt. Lieferketten gestalten, biologische Vielfalt erhalten“ ausgelobt.

Am 22. Mai 2019, dem Internationalen Tag der biologischen Vielfalt, wird im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung mit Florian Pronold, Parlamentarischem Staatssekretär beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und NABU-Präsident Olaf Tschimpke sowie der Vorstandsvorsitzenden der 'Biodiversity in Good Company‘ Initiative Dr. Stefanie Eichiner das Gewinnerunternehmen des Wettbewerbs bekannt gegeben. Die Preisverleihung findet von 11:00 bis 14:00 Uhr beim NABU Bundesverband in Berlin statt.

Der Verlust der biologischen Vielfalt schreitet ungebremst fort; ihn zu stoppen ist eine der größten gegenwärtigen globalen Herausforderungen. Unternehmen sind hier wichtige Partner. Da funktionierende Ökosysteme, menschliches Wohlergehen und wirtschaftliche Aktivität essentiell auf biologische Vielfalt angewiesen sind, tragen Unternehmen Mitverantwortung für ihren Schutz und ihre nachhaltige Nutzung.

Freuen Sie sich auf die vorbildlichen und inspirierenden Aktivitäten von Unternehmen in diesem Bereich, die anlässlich der Preisverleihung vorgestellt und ausgezeichnet werden!

Für eine Teilnahme an der Preisverleihung melden Sie sich bitte bis 15. Mai 2019 an.

Informationen zum Wettbewerb "Die Lieferkette lebt. Lieferketten gestalten, biologische Vielfalt erhalten"

RegioCrowd – Bürgerschaftliches Engagement für Natur in Sachsen

Beitrag von: Dr. Katharina Mohr
UBi-2020-Kontaktnetzwerk, DIHK Service GmbH


Wie gewinnt man Menschen und Unternehmen dafür, sich mit Zeit und Geld für den Naturschutz in ihrer Heimatregion zu engagieren? Diese Herausforderung nimmt das Portal RegioCrowd aus Sachsen an und kombiniert das Konzept des Crowdfunding – also der Finanzierung aus vielen (kleinen) Spenden einzelner Bürgerinnen und Bürger – mit einer Beratung zur Umsetzung von Naturschutzprojekten in Kombination mit Zeitspenden. RegioCrowd, das vom Sächsischen Umweltministerium gefördert wird, bietet sowohl eine Erstberatung zum Crowdfunding als auch Unterstützung dabei, aus einer Idee zum Naturschutz ein funktionierendes Projekt zu machen. Seit dem Start von RegioCrowd im Jahr 2015 sind schon zahlreiche Projekte zustande gekommen und Aktionen von Unternehmen für den Naturschutz realisiert worden. Ein Beispiel ist der Einsatz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Heraeus Quarzwerkes in Bitterfeld für den Biberschutz im Naturpark Dübener Heide nahe Leipzig.

Mehr Informationen zu RegioCrowd

Fassadengrün-Forum 2019 in München, Dresden und Karlsruhe

Beitrag von: Dr. Gunter Mann
Bundesverband GebäudeGrün e. V. (BuGG)


Der Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG) stellt im Rahmen seiner erstmals aufgelegten Seminarreihe „Fassadengrün-Forum 2019“ in drei ausgewählten Städten das Thema Fassadenbegrünung vor:

09.04.2019 in München
10.05.2019 in Dresden
16.05.2019 in Karlsruhe

Die Halbtagesseminare finden in Kooperation mit den jeweiligen Städten statt und greifen die Rolle begrünter Fassaden in den Städten auf, wie diese gefördert und festgeschrieben werden und welche Funktionen sie beispielsweise bei der Stadtklimaverbesserung, Lärmminderung und Feinstaubbindung übernehmen können. Dabei werden die verschiedenen Möglichkeiten der Wand- und Fassadenbegrünungen, sowohl boden- als auch wandgebundene Fassadenbegrünungen, vorgestellt und diskutiert. Vorträge zu den allgemeinen Planungsgrundlagen fachgerechter Fassadenbegrünungen, zur Pflege und Wartung und zu aktuellen Produkt- und Systementwicklungen vervollständigen das umfassende Programm.

Grundlagen und Wirkungen von Fassadenbegrünungen: BuGG-Fassadengrün-Forum 2019. Quelle: BuGG

Der praxisnahe Bezug spiegelt sich in den Referentinnen und Referenten wieder. Ebenso bleibt ausreichend Zeit für offene Diskussionen und einen regen Erfahrungsaustausch. Die Vorträge werden ergänzt durch eine kleine Fachausstellung einiger BuGG-Mitglieder – auch hier stehen Fachleute vor, während und nach der Veranstaltung Rede und Antwort.
Das BuGG-Fassadengrün-Forum ist für Planerinnen und Planer, Städtevertreterinnen und -Vertreter, Unternehmen und weitere Interessierte kostenfrei.

Mehr Informationen zum BuGG

Anpassung an den Klimawandel: Naturnaher Waldumbau in Kooperationen mit dem Bergwaldprojekt e.V.

Beitrag von: Lena Gärtner
Bergwaldprojekt e.V.


2018 war wieder das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 130 Jahren. Die hohen Temperaturen wurden von einer monatelangen Trockenheit begleitet, die enorme Auswirkungen auf den Wald hatte: Der Humus und der Oberboden trockneten aus, Altbäume erlitten Schädigungen des Feinwurzelsystems und sind damit in den Folgejahren gegenüber Schadinsekten wie dem Borkenkäfer, die durch die warme Witterung zusätzlich begünstigt werden, sehr anfällig. Aber auch viele frisch gepflanzte Jungbäume und im Extremfall auch Naturverjüngung verdorrten je nach Standort.

Pflanzung Eiche. Quelle: Bergwaldprojekt e.V.

Millionen von Jungbäumen müssen nun nachgepflanzt werden. Derzeit besteht der Wald in Deutschland zu 56 % aus Fichten und Kiefern, die am stärksten gefährdet sind, weil sie eher an skandinavisches Klima angepasst sind. Diese beiden Baumarten sind zudem auch stark sturmgefährdet und versauern durch ihre schlecht abbaubaren Nadeln die Humusschicht. Wasser und Nährstoffe können so nur schlecht gespeichert werden.
Der Umbau der labilen Nadelholzforste in klimastabile Mischwälder aus standortheimischen Laubbäumen ist dringend notwendig. Die Waldschutzorganisation Bergwaldprojekt e.V. geht diese wichtige Aufgabe deutschlandweit in Kooperation mit verschiedenen Unternehmen, die die Nachpflanzungen unterstützen, an. Unter anderem wurde die Kooperation mit der Commerzbank zum naturnahen Waldumbau kürzlich verlängert.

Mehr Informationen zum Bergwaldprojekt e.V.

Einladung zu Veranstaltung am internationalen Tag der biologischen Vielfalt bei Dierker

Beitrag von: Torsten Stadler
Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen
c/o RKW Bremen GmbH

Von wertvollen Lebensräumen und Wegen zur Umsetzung biologischer Vielfalt in Unternehmen: Dachbegrünung, Rasengittersteine, ein Obstbaum oder einfach nur eine Nistgelegenheit. Jede dieser Maßnahmen fördert die Erhaltung von Flora und Fauna. Immer mehr Flächen werden für Verkehr, Wohnen, Arbeiten und Freizeit versiegelt und verdrängen Tiere und Pflanzen. Um das Fortbestehen der Tier- und Pflanzenwelt gezielt zu unterstützen, sind andere Formen der Außengestaltung besser geeignet als ein gut gepflegter grüner Rasen, exotische Steingewächse oder ein sauberer Springbrunnen.
Grüner Garten

Quelle: Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen

Am internationalen Tag der biologischen Vielfalt informieren wir Sie im Firmengarten bei Dierker, wie Sie mit Wiesen, Bäumen und Pflanzen auf Ihrem Firmengelände Orte der biologischen Vielfalt schaffen können.
Veranstaltungsart: Exkursion (Anmeldung erforderlich, keine Gebühr); Datum: 22.05.2019, 09:00 - 11:00 Uhr; Ort: Dierker Brandschutz oHG
Grambker Heerstraße 132, 28719 Bremen; Kontakt/Anmeldung: Torsten Stadler, E-Mail: stadler@uu-bremen.de

Mehr Informationen zur Veranstaltung der Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen

Neue Kooperation zwischen Heinz Sielmann Stiftung und Lidl Deutschland zur Förderung der Wildbienen sowie Sensibilisierung

Beitrag von: Dr. Martina Koch
Heinz Sielmann Stiftung


Die Heinz Sielmann Stiftung (HSS) hat zu Jahresbeginn 2019 mit Lidl Deutschland (Lidl) eine langfristig angelegte Kooperation gestartet. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden verschiedene Maßnahmen zur direkten Förderung von Wildbienen und anderen Insekten sowie zur Sensibilisierung von Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitenden durchgeführt.

Zu den vereinbarten Maßnahmen gehören im Bereich Kundenkommunikation die Produktion von kurzen Videos zum Thema Artenvielfalt und im Bereich Fachweltkommunikation das Sponsoring des HSS-Bienen-Symposiums, das am 13.03.2019 im Landesmuseum von Hannover stattfand.

Frühlings-Pelzbiene (Anthophora plumipes) auf Nahrungssuche an gefingertem Lerchensporn (Corydalis solida). Quelle: HSS

Weitere Sensibilisierungs- und Bildungsmaßnahmen umfassen die Durchführung eines Sommercamps für Kinder auf dem stiftungseigenen Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen. Praktische Maßnahmen zur Förderung der Wildbienen sowie anderer Insekten- und Tierarten werden derzeit durch die Anlage von über 120.000 Quadratmeter Blühflächen an den Lidl-Logistikzentren umgesetzt.
Die Beratungsleistung und die Begleitung der Umsetzung werden gemeinschaftlich von Expertinnen und Experten der HSS und der Universität Hohenheim durchgeführt.

Mehr Informationen zur Heinz Sielmann Stiftung

Dr. Hans-Dietrich Reckhaus erhält WirtschaftsWoche-Preis

Beitrag von: Tina Teucher
Insect Respect, Reckhaus GmbH & Co. KG


Am 6.2.2019 zeichnete die WirtschaftsWoche Dr. Hans-Dietrich Reckhaus für sein „Unternehmerisches Herz“ aus (Gewinnervideo). Die Preisübergabe fand beim Gipfeltreffen der Weltmarktführer in Schwäbisch Hall statt.
„Hans-Dietrich Reckhaus hatte zu Beginn alle gegen sich“, sagt Daniel Rettig, Ressortleiter Erfolg der WirtschaftsWoche, „doch weil er von seiner Entscheidung überzeugt war, hat er sich gegen alle Widerstände durchgesetzt – und Recht behalten.“
Die angegeben Personen mit Preis vor Wand

Übergabe „Unternehmerisches Herz“ der WirtschaftsWoche. Foto v.l.n.r.: Daniel Rettig (Ressortleiter Erfolg der WirtschaftsWoche), Dr. Hans-Dietrich Reckhaus und Robert Friedmann (Sprecher der Kon-zernführung der Würth-Gruppe). Quelle: Sebastian Muth

„Wir brauchen Vorbilder, die das Unbequeme nicht scheuen, die Kritik mutig in Kauf nehmen und keine Angst haben, Profit und Verantwortung in Zusammenhang zu stellen“, erläutert Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe. „Ein unternehmerisches Herz sollte für eine zukunftsfähige Wirtschaft schlagen“, sagt Dr. Hans-Dietrich Reckhaus. Zukunftsfähig seien Modelle, die auch langfristig tragfähig sind und den weltweiten Biodiversitätsverlust nicht noch verschärfen.
Zusätzlich ehrte die Redaktion von ZEIT WISSEN Dr. Reckhaus mit einer Nominierung für den Preis „Mut zur Nachhaltigkeit“ am 28.3.2019. Besonderes Augenmerk legte die Jury auf die Ausgleichsflächen des Insect Respect Gütesiegels sowie die Aufklärungsarbeit der Firma Reckhaus für den Wert und Nutzen von Insekten. Reckhaus setze damit neue Standards für die Unternehmensbranche der Schädlingsbekämpfung.

Mehr Informationen zu Insect Respect

Entscheidungshilfe für Unternehmen: Erstberatungen zur naturnahen Gestaltung von Firmengeländen

Beitrag von: Sven Schulz
Bodensee-Stiftung


Naturnahe Firmengelände bieten Tieren und Pflanzen Raum, wo dies mit dem Betriebsablauf vereinbar ist. Abstandsflächen, Versickerungsflächen, Liegenschaftsgrenzen, Baulandreserven und nicht verwertbare Restflächen können zu wertvollen Ökosystemen werden.

Um das Konzept der naturnahen Gestaltung von Firmengeländen europaweit zu etablieren und zur „Normalität“ zu machen, haben die Bodensee-Stiftung gemeinsam mit dem Global Nature Fund, dem Institut für lebensbezogene Architektur e.V. und Partnern in Spanien, Österreich und der Slowakei das Projekt „Boosting Urban Green Infrastructure through Biodiversity-Oriented Design of Business Premises (LIFE BooGI-BOP)“ ins Leben gerufen. Das Vorhaben wird vom EU LIFE Programm gefördert.

Empa, Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt. Quelle: Sven Schulz

Die Partner des Projekts bieten Unternehmen in Deutschland insgesamt 30 geförderte Erstberatungen. In diesen bekommen Unternehmen einen Eindruck über die Aufwertungspotentiale: von der Umstellung der Pflege bis zur vollständigen Neugestaltung, den Vorteilen naturnaher Gestaltung, Anknüpfungspunkte für eine glaubhafte Kommunikation und die Einbindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Im Anschluss unterstützt das Projektteam bei der Suche nach Dienstleistern für Planung und Umsetzung. Unternehmen, die eine naturnahe Gestaltung umsetzen, werden als „gutes Beispiel“ einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert.
Jetzt Erstberatung sichern!

Kontakt: tim.grzelachowski@bodensee-stiftung.org

Mehr Informationen zum Projekt LIFE BooGI-BOP

Biologische Vielfalt am Hamburg Airport – Das Eisvogelprojekt

Beitrag von: Marina Stern
Flughafenmasterplanung (FR-M) - Flughafen Hamburg GmbH


Hamburg Airport widmet sich seit Kurzem einem kleinen, pfeilschnellen Flieger. Azubis entwickelten ein freiwilliges Naturschutzprojekt zur Förderung der Eisvogelpopulation im Umfeld des Flughafens. Der Flughafen Hamburg möchte damit einen weiteren Beitrag zur Biodiversität leisten.

Durch sinkende Wasserqualitäten wird dem Eisvogel das Finden von geeigneten Lebensräumen zunehmend erschwert. Die benötigten Gewässer sind zwar meist vorhanden; sie sind aber nicht mehr als Lebensraum geeignet. 2018 entstand die Idee ein Projekt zur Förderung des Eisvogels an der Tarpenbek – einem Fließgewässer angrenzend an den Flughafen – zu entwickeln. Die Art war bereits in der Nähe des Fließgewässers gesichtet worden. Brutplätze gab es allerdings nicht.

Ausbringen einer am Flughafen Hamburg selbst gebauten Nisthilfe für den Eisvogel durch die Azubis. Quelle: Michael Penner

Das gesamte Jahr wurde an den Inhalten des Projektes gefeilt. Es wurden Bestandserhebungen durchgeführt und Überlegungen zum Monitoring angestellt. Zusätzlich wurden Nisthilfen am Flughafen gebaut und geeignete Standorte am Gewässer ausgewählt. Im März 2019 wurden dann zwei neue Nisthilfen installiert.
Im Rahmen des Eisvogelprojektes schauen junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über den Tellerrand und setzen sich mit einem für sie neuen Thema auseinander. Der Eisvogel wurde von den Azubis ausgewählt, da er das gutmögliche Miteinander eines Flughafens mit der Natur aufzeigen kann. Gemeinsam wurden Naturschutzmaßnahmen ergriffen, die dem Eisvogel die Wiederansiedelung am Gewässer erleichtern werden. Die Prognose, dass sich später wieder Eisvögel an der Tarpenbek ansiedeln, ist sehr positiv.   

Kontakt: Christian Solomun, csolomun@ham.airport.de

Bundesweiter Pflanzwettbewerb „Wir tun was für Bienen!“

Beitrag von: Dr. Corinna Hölzer
Stiftung Mensch und Umwelt


Wir machen uns stark für den Insektenschutz! Die Initiative "Deutschland summt!" der Stiftung für Mensch und Umwelt schafft seit dem Jahr 2010 Aufmerksamkeit für die Bienen und die Stadtnatur. Am Beispiel der Wild- und Honigbienen ist es möglich, den Menschen den Rückgang der biologischen Vielfalt vor Augen zu führen. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger inspirieren, mobilisieren und anregen, selbst aktiv zu werden.

Es ist dringend notwendig, die bei uns heimischen Bienenarten wie zum Beispiel Hosenbiene, Seidenbiene und Mauerbiene zu schützen. Von den ursprünglich 585 Wildbienenarten sind bereits 39 ausgestorben. Unter dem Motto „Wir tun was für Bienen!“ veranstaltet die Initiative „Deutschland summt!“ einen bundesweiten Pflanzwettbewerb. Dieser findet vom 1. April bis 31. Juli 2019 bereits zum dritten Mal statt. Es geht darum, kleine und große Flächen lebenswert für Mensch und Bienen zu machen.

Jeder kann etwas beitragen. Auf dem eigenen Balkon, Betriebsflächen, dem Vereinsplatz oder einer kommunalen Fläche. Am besten mit Familie und Freunden oder mit einer naturverbundenen Gruppe. Bei der Bewertung legt die Jury des Wettbewerbs ein besonderes Augenmerk auf die Verwendung heimischer Pflanzenarten. Weitere Punkte gibt es für das Anlegen von Strukturen wie zum Beispiel Trockenmauern und Totholzohaufen. Am Ende sollen die eingesendeten Fotos darlegen, was mit der Aktion erreicht wurde.

Pressekontakt:
Julia Sander
sander@stiftung-mensch-umwelt.de

Mehr Informationen zum Pflanzwettbewerb und kostenfreies druckfähiges Bildmaterial
Mehr Informationen zur Initiative Deutschland summt!

Pioniere gesucht: Biodiversität als Wettbewerbsfaktor!

Beitrag von: Anne Baumann
Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller e.V. (AöL)


Kaputte Böden, Wassernot, einseitiges Essen, fehlende Arzneimittel und Vieles mehr. Dieses düstere Bild könnte Realität werden, sollten wir nicht endlich aufhören, die biologische Vielfalt unserer Erde zu zerstören. Das zu ändern liegt nicht nur in der Verantwortung der Politik, sondern auch in der Verantwortung wirtschaftender Unternehmen. Die Firmen der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) sind sich dessen bewusst und fördern schon heute die Biodiversität. Das haben sie in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Titel „Pioniere gesucht“ bekanntgegeben.
Menschen Pflanzen Sträucher

Biodiversitätsleistungen bei den Ökologischen Molkereien Allgäu. Quelle: Ökologische Molkereien Allgäu

Was tun Verarbeiter der AöL schon heute, um die biologische Vielfalt zu erhalten? Sie nehmen Erzeugnisse ab, die ohne den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide angebaut wurden. Viele haben ein Umweltmanagementsystem eingeführt, mit dem sie ihren gesamten Herstellungsprozess überprüfen und Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen ihrer Verarbeitung auf die Umwelt zu verringern. Auch an den Firmenstandorten wird einiges getan.
Das Engagement der Biohersteller und das der Umweltschützer des BUND wird in einer gemeinsamen Biodiversitätstagung am 20. und  21.09.2019 in Hammelburg/ Unterfranken vorgestellt.

Mehr Informationen zum Projekt "Pioniere gesucht!" von AöL

Geballtes Wissen für mehr Biologische Vielfalt in der Lebensmittelbranche

Beitrag von: Julia Gossenberger
Global Nature Fund
Logo Business and Biodiversity Campaign
Biodiversität wird als essentiell für die Landwirtschaft diskutiert. Es fehlt jedoch an konkreten Handlungsanweisungen und Fachwissen, um die biologische Vielfalt auf den Feldern zu fördern.
Auditorinnen und Auditoren, Beraterinnen und Berater von Zertifizierungsstandards und Produktmanagerinnen und -Manager von Lebensmittelunternehmen werden selten zu Schlüsselaspekten der Biodiversität geschult und können Landwirtinnen und Landwirte daher nicht beraten und nach Aspekten beurteilen, die für das Biodiversitätspotenzial des Betriebs wichtig sind.

Vor diesem Hintergrund erarbeiteten die Partner im Projekt EU LIFE Food & Biodiversity umfangreiche Trainingsunterlagen für Beraterinnen und Berater und Zertifizierer sowie Produkt- und Qualitätsmanagerinnen und -Manager. Die Unterlagen enthalten Leitlinien für ein gutes Biodiversitätsmanagement, sehr gute fachliche Praktiken und Maßnahmenbeschreibungen zur Förderung der Biodiversität. Darüber hinaus bieten die Projektpartner Seminare und Webinare an. Die Methoden und Inhalte wurden in enger Abstimmung mit Lebensmittelunternehmen, wie Nestlé, Kaufland und Lebensmittelstandards entwickelt. Ein Wissenspool ergänzt die Materialien mit spannenden Informationen und Zusammenhängen.

Interessierte Unternehmen und Standardorganisationen können die Trainingsmaterialien kostenlos herunterladen und Informationen zu den Seminaren anfordern.

"Insektenschutz verleiht Flügel" - Treffen der Lobby für Insekten: 300 Akteure kamen zum Tag der Insekten nach Berlin

Beitrag von: Tina Teucher
Insect Respect, Reckhaus GmbH & Co. KG


Die Wirtschaft kann und muss etwas gegen das Insektensterben tun – so lautete der Grundtenor beim 3. bundesweiten Tag der Insekten. Bei der Tagung am 21. März 2019 brachten Insect Respect und das Museum für Naturkunde Berlin 30 Referentinnen und Referenten, über 300 Teilnehmende sowie ca. 1.000 Besucherinnen und Besucher des Museums zusammen, um gemeinsam am Frühlingsanfang den #TagderInsekten zu feiern.

„Insektenschutz verleiht Flügel“, sagte Rita Schwarzelühr-Sutter bei ihrer Eröffnungsrede. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit begrüßte das gesellschaftliche Engagement für Insektenschutz und Artenvielfalt.

Im öffentlichen Podiumsgespräch am 20.3.19 mit Prof. Johannes Vogel, Volker Angres, Dr. Hans-Dietrich Reckhaus, Nina Ruge, Alois Gerig und Ralf Schulte (v.l.n.r.) ging es um die Frage, was jeder Einzelne für Insekten tun kann. Quelle: Reimar Ott

„Es ist Zeit für die Wirtschaft zu zeigen, was sie gegen das Artensterben tun kann“, sagte Unternehmer und Co-Veranstalter Dr. Hans-Dietrich Reckhaus. Über ihr Engagement berichteten Firmen wie REWE Group, Audi, HiPP, Blume 2000, BMW, Mittelständler und Startups. Beim Podiumsgespräch am 21.3.19 diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von Handel, Herstellern, Landwirtschaft und Umwelt die Frage: „Wie gelingen Kooperationen für Insekten- und Naturschutz?“ mit der Moderatorin Susanne Bergius (Handelsblatt, Netzwerk Weitblick – Nachhaltigkeit & Journalismus e.V.).
Die Tagungsdokumentation steht ab 21.4.2019 zum Download zur Verfügung. Am 19.9.2019 findet der 2. Tag der Insekten Schweiz in Aarau statt – in Kooperation zwischen BirdLife Schweiz und Insect Respect.

Mehr Informationen zu Insect Respect

Mehr Bienen braucht das Land!

Beitrag von: René Meyer
nearBees GmbH


Ohne Imkerinnen und Imker keine Bienen und weniger Artenvielfalt in unserer Natur. Nach diesem Motto unterstützt nearBees deutsche (Hobby-)Imker und -imkerinnen und möchte dem Bienensterben entgegenwirken. Unsere Online-Plattform in Kombination mit dem neuartigen nearBees Honigbeutel bietet dafür eine unkomplizierte und umweltfreundliche Verkaufsmöglichkeit: Mit Eingabe der Postleitzahl kann Honig in der Nachbarschaft direkt bei Imkerin oder Imker per Mausklick bestellt werden. Dank dem Honigbeutel kann der Honig per Briefpost versendet werden - oder von den Imkerinnen und Imkern selbst den Kundinnen und Kunden in den Briefkasten geworfen werden. Seit Ende 2017 bündelt nearBees die Honigerträge von kleineren Hobbyimkerinnen und -imkern, die alleine nicht in der Lage wären, den Einzelhandel zu beliefern, und bringt so lokalen und regionalen Honig ins Supermarktregal.

Aber auch jedem Unternehmen ist es möglich, sich für die Erhaltung der Artenvielfalt aktiv einzusetzen! Mit Honiggeschenken an Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden oder Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner kann z.B. das soziale Engagement sichtbar gemacht werden. Noch mehr Einsatz geht mit einer Bienenpatenschaft: Ein erfahrener Imker oder eine erfahrene Imkerin kümmert sich um das Patenvolk, die Mitarbeitenden können ihnen bei mehreren Veranstaltungen über die Schulter schauen und am Ende des Jahres gibt es den firmeneigenen Honig. Das Beste daran: Mit einem neu geschaffenen Bienenvolk wird unmittelbar für mehr Bienen, eine bessere Bestäubung und eine artenreiche Natur in der Region gesorgt!

Mehr Informationen zu nearBees

Impressum und Disclaimer

'Biodiversity in Good Company' Initiative e. V.
Koordinierungsstelle von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"

Pariser Platz 6
10117 Berlin
Tel +49.(0)30-226050-10/-11
Fax +49.(0)30-226050-19
contact(at)business-and-biodiversity.de
www.business-and-biodiversity.de

Kontaktpersonen UBi 2020: https://biologischevielfalt.bfn.de/unternehmen-2020/kontakt.html

Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Vereinsregister-Nr. VR 31061 B

Vorstand gem. § 26 BGB
Geschäftsführerin (Besondere Vertreterin nach § 30 BGB):
Dr. Katrin Reuter
katrin.reuter(at)business-and-biodiversity.de

Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.
Die Infobriefe werden durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.