Infobrief "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"
UBi 2020 Infobrief 12 Dezember 2019
Sehr geehrte Damen und Herren,

dies ist die zwölfte Ausgabe des Infobriefs "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020". Folgende Neuigkeiten aus dem Netzwerk haben uns dieses Mal erreicht.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Mit freundlichen Grüßen
Ihre UBi 2020-Koordinierungsstelle

Inhaltsverzeichnis:

Mehr Insektenvielfalt auf den Firmengeländen

Beitrag: Gemeinsame Pressemitteilung BMU/BfN (Berlin/Bonn, 18. November 2019)

Unternehmen der Region Hannover sind dazu aufgerufen, ihre Firmengelände naturnah zu gestalten und damit Lebensräume für Insekten zu schaffen.

Das Bundesumweltministerium fördert die insektenfreundliche Gestaltung von Firmengeländen. Ziel des Projekts „Außenstelle Natur“ ist es, in einem ersten Schritt mindestens 42 kleine und mittlere Unternehmen zur insektenfreundlichen Gestaltung von Firmengeländen zu beraten und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Die Erkenntnisse daraus sollen Modellcharakter für andere Unternehmen haben. Das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt wird bis September 2024 vom Bundesumweltministerium mit 860.000 Euro gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) inhaltlich begleitet.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Mit dem Aktionsprogramm Insektenschutz wollen wir das Insektensterben stoppen. Dafür kommt es unter anderem auf mehr Lebensräume für Insekten an. Das Projekt ‚Außenstelle Natur‘ trägt ganz konkret dazu bei, mehr Insektenlebensräume auch in den Städten wiederherzustellen und ihre Qualität zu verbessern. Denn Betriebsgelände machen einen nennenswerten Teil der urbanen Fläche aus – zumeist aber in Form von sterilen, versiegelten Flächen. Im Rahmen des Projekts rufen wir Firmen dazu auf, aktiv Nist- und Lebensräume für Insekten zu schaffen, auf Biozide und Düngemittel zu verzichten und eine insektenfreundliche Beleuchtung zu installieren. So helfen wir den Insekten – und lassen es auf Firmengeländen summen und krabbeln.“
BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen sind eine wichtige Zielgruppe, deren Bewusstsein für die biologische Vielfalt mit diesem Projekt gestärkt werden soll. Um das Wissen und die Sensibilität für das Thema naturnahe Gestaltung zu erhöhen, werden durch die ‚Außenstelle Natur‘ aber auch für die Kommunen, für potenzielle Beratungsstellen und Gartenbaubetriebe bundesweite Schulungen angeboten. Ein gemeinsam mit der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. erarbeitetes Regelwerk soll insbesondere Gartenbaubetrieben bei der naturnahen Gestaltung Hilfestellung geben.“

Blühende Wildblumenwiesen auf Firmengelände. © Sven Schulz/Bodensee-Stiftung

„Außenstelle Natur“ wird vom Umweltzentrum Hannover e. V. durchgeführt. Die Unternehmen erhalten einen Zuschuss zum Erwerb geeigneten Saatguts sowie eine Erstberatung durch einen Naturgarten-Betrieb für die Neu- oder Umgestaltung ihrer Außenflächen.
Weiterhin werden eine Beratung zur insektenfreundlichen Beleuchtung sowie ein Leuchtmittelzuschuss angeboten. Die Unternehmen finanzieren die Umsetzung und sensibilisieren ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Themen Biodiversität und Insektenschutz. Dafür sind Informationsveranstaltungen, Workshops und firmeninterne Aktionen geplant. Die Erkenntnisse sollen anschließend bundesweit auf andere Firmen, Städte und Gemeinden übertragen werden.

An einer Teilnahme interessierte Unternehmen können sich an Noreen Hiery vom Umweltzentrum Hannover wenden.

Kontaktdaten und Projekt-Steckbrief

Naturnahe Firmengelände im Mittelstand: Clever statt grau!

Beitrag von: Bodensee-Stiftung

Der Verlust von Ökosystemen und Arten ist nicht nur ein Umweltthema. Spätestens seit den Studien über den dramatischen Verlust der Insekten in Deutschland, Europa und weltweit hat die Wirtschaft auch den ökonomischen Wert der biologischen Vielfalt auf dem Schirm. Die für 2020 festgelegten Ziele der deutschen und der europäischen Strategie zum Schutz der Biologischen Vielfalt werden nicht erreicht. Die Beteiligung der Wirtschaft ist dringend notwendig, um den Verlust der Biodiversität zu stoppen. Alle Branchen haben direkte oder indirekte Wirkungen auf die Biodiversität. Die naturnahe Gestaltung von Firmengelände ist ein konkreter Beitrag, der neben dem Schutz der lokalen biologischen Vielfalt weitere positive Wirkungen für Unternehmen hat. Das belegen große, mittelständische und kleine Unternehmen, die einen Teil ihrer Flächen der Natur zur Verfügung stellen. Naturnahe Firmengelände bieten dauerhaft oder auf Zeit Lebensraum für lokale Fauna und Flora und tragen zur Schaffung von Biotopkorridoren und grüner Infrastruktur bei. Weiterhin werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Wert der Biodiversität sensibilisiert.

Bild: Bodensee-Stiftung

Mit der EU weiten Initiative „LIFE BooGI BOP“ sollen naturnahe Firmengelände in Deutschland und europaweit in die Fläche gebracht werden. Interessierte Unternehmen erhalten Unterstützung in Form von Erstberatungen, positiven Beispielen, Arbeitsmaterialien und Erfahrungsaustausch. Um eine gute Qualität der Pflege und Weiterentwicklung der naturnahen Firmengelände zu garantieren, werden Fortbildungen für Facility Managerinnen und Facility Manager angeboten.
Unternehmen mit zahlreichen Standorten können mit standardisierten Konzepten und einer Tool-Box arbeiten. Ein Monitoring-System soll die Entwicklung von naturnahen Firmengeländen auf die biologische Vielfalt, das Arbeitsklima und weitere Effekte überprüfen.

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband Deutschlands e.V. (BVMW) engagiert sich für den Schutz der Biologischen Vielfalt und kooperiert mit den Partnern des Projekts LIFE BooGI-BOP, dem Umweltzentrum Hannover und UnternehmensNatur Hamburg. Insgesamt werden neun individuelle Erstberatungen zur naturnahen Gestaltung von Unternehmensstandorten angeboten: Drei Unternehmen deutschlandweit und jeweils drei Unternehmen in Hannover und Hamburg können eine kostenlose und unverbindliche Beratung erhalten, die Potentiale für den Schutz Biodiversität am Unternehmensstandort aufzeigt und Hinweise zur Umsetzung gibt.

Für weitere Informationen zu Kooperation und Bewerbung für eine Erstberatung kontaktieren Sie: sven.schulz@bodensee-stiftung.org

Mehr Informationen zum Projekt LIFE BooGI-BOP

Warum Finanzierung an die Zukunft eines biodiversen Planeten gebunden ist

Beitrag von: Charlotte Haeusler Vargas
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH


Auf dem Workshop "Finance that Works for Biodiversity" am 24. und 25. Juni 2019 in Bonn beschäftigten sich rund 40 Expertinnen und Experten aus sieben Ländern mit der Frage, wie finanzielle Ressourcen stärker für den Schutz der Biodiversität eingesetzt werden können. Vertreterinnen und Vertreter des Privat- und Finanzsektors sowie von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen diskutierten neue Ideen für die Zusammenarbeit zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor zum Schutz der biologischen Vielfalt. 

Sechs Projekte, die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen seiner Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) gefördert und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) bzw. dem World Agroforestry (ICRAF) durchgeführt werden, haben in dieser gemeinsamen Veranstaltung Expertinnen und Experten für eine globale Lern- und Wissensaustauschveranstaltung zusammengebracht. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem öffentlichen und privaten Sektor aus Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika berichteten über ihre Erfahrungen, wie Investitionen in Richtung einer biodiversitätsfreundlichen Lebensmittelproduktion gelenkt werden können.

Food from the planted Forest in Thailand. Bild:World Agroforestry/Rob Finlayson

Die Expertinnen und Experten forderten neue finanzielle Anreize für ein transformatives Agrarmodell, das die biologische Vielfalt fördert und das ganze Jahr über Nahrung bietet - für Landwirt*innen und für die Menschen, die ihre Produkte kaufen. Eine solche Transformation verbindet die Landwirtschaft mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt und trägt so zur UN Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen bei.
Ein wichtiger Punkt ist, dass Privatsektor und Regierungen sich für die notwendige Transformation der Landwirtschaft einsetzen werden, wenn die Investitionen zu besseren Einkommen, Lebensgrundlagen und Nahrungsmitteln führen. Daher ist es Aufgabe der Forschungsgemeinschaft zu zeigen, dass Investitionen in die biologische Vielfalt die Regierungen dabei unterstützen, ihre Entwicklungsziele zu erreichen und gleichzeitig für den Privatsektor Risiken in den Lieferketten reduzieren.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops diskutierten bestehende Finanzprodukte und Blended-Finance-Instrumente, die eine biodiversitätsfreundliche Produktion fördern können.

Report mit detaillierten Informationen zum Workshop und den Ergebnissen der Diskussionen (Englisch) [Pdf]

Für einen stabilen Zukunftswald: Das Bergwaldprojekt 2020 am Wurmberg im Harz

Beitrag von: Lena Gärtner
Bergwaldprojekt e.V.


Die Klimakrise ist kein fernes Zukunftsszenario: Fast 200.000 Hektar Wald sind in Deutschland in den beiden Dürrejahren 2018 und 2019 und wegen der dadurch begünstigten Schädlingskalamitäten abgestorben, das ist über 1 % der deutschen Waldfläche. Fichten- und Kiefernmonokulturen, die mehr als die Hälfte der deutschen Wälder ausmachen, sind am stärksten gefährdet. Das Bergwaldprojekt e.V. engagiert sich seit 30 Jahren für den naturnahen Waldumbau von labilen Nadelholzforsten hin zu klimastabilen Mischwäldern mit der Pflanzung und dem Schutz von standortheimischen Laubbaumarten.

Waldsituation im Harz. Copyright Bergwaldprojekt e.V.

Allein im Harz sind über 18.000 Hektar Wald kahl. Besonders betroffen ist der höchste Berg Niedersachsens, der Wurmberg. Im kommenden Frühjahr plant das Bergwaldprojekt dort mit der Unterstützung vieler Freiwilliger, 30.000 standortheimische Bäume wie Weißtannen, Bergahorne und Schwarzerlen zu pflanzen, deren Wurzelwerk den drohenden Humusverlust unterbinden soll.
Erst wenn es uns gelingt, das unnatürlich fragile Ökosystem Wald zu stabilisieren, können wir ihn auch in Zukunft mit seinen unverzichtbaren Schutzfunktionen für Trinkwasser, Klima, saubere Luft, Artenvielfalt etc. erhalten. Und nur so wird er der Klimakrise standhalten.

Mehr Informationen

Buddeln für den guten Zweck oder wie Firmen im Land Bremen wertvolle Lebensräume auf ihrem Betriebsgelände schaffen

Beitrag von: „Umwelt Unternehmen“

Bei Unternehmen in Bremen und Bremerhaven wird Artenvielfalt groß geschrieben. Dort läuft seit 2012 die Kampagne „Orte der biologischen Vielfalt“. 13 Betriebe haben ihre Firmengelände bereits vorbildlich umgestaltet, vier weitere haben sich in diesem Jahr dazu beraten lassen und setzen Maßnahmen wie Wildblumenwiesen, Nisthilfen, Fassadenbegrünung und vieles mehr um. Für dieses Engagement verleiht der BUND Bremen gemeinsam mit der Geschäftsstelle des Netzwerks „Umwelt Unternehmen“ die Auszeichnung „Orte der biologischen Vielfalt“.

Bild: ROTEK

Derzeit wird bei der Bremer Straßenbahn AG, bei Sonnentracht und beim Motorenhersteller ROTEK kräftig gebuddelt und gepflanzt. Experten des BUND hatten zuvor Gebäude und Grundstücke unter die Lupe genommen und ihre Empfehlungen ausgesprochen, wie die Betriebe mit einfachen Schritten Raum für Tiere und Pflanzen schaffen und zudem die Aufenthaltsqualität für die Belegschaft aufwerten können.
Für Rolf Treusch, Geschäftsführer von ROTEK, ist der Einsatz für mehr Biodiversität im gewerblichen Umfeld eine Selbstverständlichkeit, denn der Schutz von Umwelt und Natur ist per se in der Firmenphilosophie festgeschrieben: „Wir haben bereits Bienenstöcke auf unserem Hallendach, so ist es nur folgerichtig, auf dem gesamten Firmengelände Lebens- und Rückzugsorte für Vögel, Insekten und Kleintiere einzurichten. Damit stellen wir uns auch unserer gesellschaftlichen Verantwortung für Mensch und Umwelt.“

Logo "Ort der biologischen Vielfalt"

Die Bremer Umweltpartnerschaft hat „Orte der biologischen Vielfalt“ mit ihren Mitgliedsunternehmen ins Leben gerufen. Sie setzen mit der Kampagne ein Zeichen für den Erhalt der Artenvielfalt, die durch Verbau, Zersiedelung, Verkehr und Oberflächenversiegelung bedroht ist.
Mehr Informationen zu "Orte der biologischen Vielfalt"

Bundesweiter Pflanzwettbewerb 2019 „Wir tun was für Bienen“ beendet

Beitrag von: Dr. Corinna Hölzer
Stiftung für Mensch und Umwelt


„Bee happy – make a bee happy!“ Das ist das Motto des Pflanzwettbewerbs der Initiative „Deutschland summt!“. Die Stiftung für Mensch und Umwelt ruft in einem ungewöhnlichen Format seit vier Jahren Gemeinschaften aller Art dazu auf, gemeinsam aktiv zu werden.

Bild: Stiftung für Mensch und Umwelt

Der Pflanzwettbewerb 2019 verzeichnete 251 Teilnehmergruppen mit mehr als 3.300 Aktiven. Insgesamt wurden 495.254 Quadratmeter Wiesen, Staudenbeete, Obstwiesen, Firmengärten, Schul- und Kitagärten neu gestaltet. Mit 40 Firmen- Institutions- und Vereinsgärten war diese Wettbewerbskategorie dieses Jahr stark vertreten.
Der krönende Abschluss fand mit der Prämierungsfeier der Sieger im Abgeordnetenhaus von Berlin am 14. September 2019 statt. 18 Gewinner*innen und Gewinnergruppen aus den sieben Wettbewerbskategorien (Kita-Gärten, Schulgärten, Balkone und Terrassen, Kommunale Gärten, Firmengärten, Privatgärten plus Extrapreis Bienensong) konnten mit Laudationes und Preisen persönlich geehrt werden.

Interessierte Unternehmen können sich gerne als finanzielle Unterstützer für den kommenden Wettbewerb melden: Dr. Corinna Hölzer, hoelzer@stiftung-mensch-umwelt.de.

Gewinner*innen und weitere Infos

Blühende Großstädte

Beitrag von: Ivo Bozic
Deutsche Wildtier Stiftung


Was Großstädte dafür tun können, dass nicht nur der Verkehr brummt, sondern auch die Wildbiene, zeigt die Deutsche Wildtier Stiftung bereits mit vielfältigen Projekten in Hamburg und München. Und auch Berlin blüht richtig auf. Das Projekt „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“, das von der Deutschen Wildtier Stiftung in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sowie den Berliner Bezirken im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde, wird im kommenden Jahr deutlich ausgebaut. Im Rahmen des Pilotprojekts soll beispielhaft gezeigt werden, wie öffentliches Grün bestäuberfreundlich aufgewertet werden kann und wie auf diese Weise urbane Lebensräume für Wildbienen und andere Insektenarten entstehen können.

Auf bisher 14 kommunalen Flächen mit insgesamt 15.144 Quadratmetern wurde eine eigens für Berlin entwickelte wildbienenfreundliche Blühmischung eingesät. Außerdem entstanden Nisthabitate wie offene Bodenstellen, Brachen und Nisthilfen sowie in direkter Nachbarschaft zum Bundestag ein Wildbienenlehrpfad mit Schaugarten. Die Projekte in Hamburg, München und Berlin werden von Aufklärungskampagnen flankiert, um möglichst viele Menschen dafür zu begeistern, strukturreiche Lebensräume für Insekten in der Stadt zu schaffen. Außerdem werden sie zur Erfolgskontrolle wissenschaftlich begleitet.

Informationen zu Wildbienen
Informationen zu den Projekten

Neue Mitglieder bei 'Biodiversity in Good Company'

Beitrag von: Dr. Katrin Reuter
'Biodiversity in Good Company' Initiative
Logo 'Biodiversity in Good Company' Initiative
Die 'Biodiversity in Good Company' Initiative freut sich über Zuwachs: Als neue Mitgliedsunternehmen sind im Herbst hinzugekommen Coca-Cola Deutschland und Schmeer Sand + Kies.
Übersicht über die Mitgliedsunternehmen von 'Biodiversity in Good Company'

Neue Unterstützung für UBi 2020

Beitrag: Koordinierungsstelle von "Unternehemen Biologische Vielfalt 2020"
Im Herbst 2019 wurde die Deutsche Wildtier Stiftung in den Unterstützerkreis von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020" (UBi 2020) aufgenommen. Somit wird die Dialog- und Aktionsplattform UBi 2020, die als Schnittstelle zwischen biologischer Vielfalt und Wirtschaft fungiert, bunter und lebendiger.

Logo Deutsche Wildtier Stiftung

Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich für heimische Wildtiere und ihre Lebensräume ein. Sie verdankt ihre Gründung dem Hamburger Unternehmer Haymo G. Rethwisch. Die Stiftungsarbeit umfasst Artenschutzprojekte für bedrohte Wildtiere, den Bereich Naturbildung sowie den Erwerb von Flächen. Dort fördert die Stiftung die wildtierfreundliche und ökologische Nutzung und schafft auf Flächen des Nationalen Naturerbes Wildnis – im Sinne der „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“.
Weitere Informationen

Podiumsdiksussion am Dialogforum 2019. Bild: Frank Nürnberger für die 'Biodiversity in Good Company' Initiative

Save the date! UBi 2020-Dialogforum am 25. März 2020

Die nächste Jahreskonferenz von UBi 2020 findet am Mittwoch, den 25. März 2020 im VKU Forum in Berlin-Mitte statt. Merken Sie sich den Termin bereits jetzt vor, wir freuen uns auf Sie!

Save the date! Weltkongress Gebäudegrün am 16.-18. Juni 2020

Beitrag von: Bundesverband GebäudeGrün e. V. (BuGG)

Im nächsten Jahr findet vom 16.-18.06.2020 der Weltkongress Gebäudegrün (World Congress of Building Greening) wieder in Berlin statt. Er soll an die Erfolge des Weltkongresses 2017 anknüpfen, bei dem über 850 Teilnehmerinnen und Teilnehmer registriert wurden. Geplant sind in fünf parallel verlaufenden Vortagsreihen etwa 80 Vorträge bzw. Workshops zu aktuellen Themen rund um die Gebäudebegrünung (Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung) und deren vielfältigen und zukunftsträchtigen Einsatzmöglichkeiten.
Logo Weltkongress Gebäudegrün 2020
Themenschwerpunkte werden sein u.a. Nachhaltiges Bauen, Klimaanpassungsstrategien, Regenwasserbewirtschaftung, Biologische Vielfalt, städtische Strategien zur Gebäudebegrünung, Instandhaltung, Kosten-Nutzen-Betrachtungen. Am dritten Tag finden zudem Exkursionen zu verschiedenen Berliner Praxisobjekten statt.
Neben dem Wissenstransfer und dem Aufzeigen von Best Practice-Beispielen durch Fachleute aus dem In- und Ausland steht das Networking zwischen den Teilnehmenden aus Planung, Politik, Städten, Siedlungswasserwirtschaft, Industrie, Immobilienbranche und Verbänden im Vordergrund.

Veranstalter ist der Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG). Die Schirmherrschaft haben Bundesminister Horst Seehofer (Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat), Bundesministerin Svenja Schulze (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) und Senatorin Katrin Lompscher (Berliner Senatsverwaltung Stadtentwicklung und Wohnen) übernommen.

Weitere Informationen zu Fachausstellung, Sponsoring, "Call for Paper" und "Call for Poster"
Visual der Veranstaltung: Collage aus verschiedenen Bildern und Logos der Veranstalter

Rückblick - European Business and Nature Summit

Beitrag von: Veronica Veneziano
Koordinierungsstelle von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"


Fast 400 Delegierte aus Wirtschaft und Finanzsektor kamen am 07. und 08. November in Madrid anlässlich des European Business and Nature Summit (EBNS) mit Vertretern*innen aus Politik, NGOs und Zivilgesellschaft zusammen. Der Summit wurde unter anderem von der EU Business and Biodiversity Platform organisiert und war Anlass für die Jahresversammlung der CBD Global Partnership Business and Biodiversity (GPBB) sowie der Natural Capital Week.

Der Summit stellte ein Forum dar, um aktuelle Fortschritte von Unternehmen sowie Finanzinstitutionen bezüglich der Erfassung von Abhängigkeiten von und Einflüssen auf Natur auszutauschen und lieferte Entwicklungen und neue case studies im Bereich Natural Capital Accounting.
Insbesondere wurde anlässlich der diversen plenary sessions und thematischen Workshops betont, dass Unternehmen und Finanzeinrichtungen ein zentraler Teil der Lösung zur Erhaltung der biologischen Vielfalt sind. Außerdem wurde ein Aufruf an die Politik lanciert, einheitliche Methodologien und konkrete Instrumente für Naturkapital-Bilanzierung zu entwickeln.

Anlässlich der Session „Strategies and framework to engage business on biodiversity”, die am 08. November stattfand, wurden auf Einladung des Umweltministeriums Finnland das Engagement der ´Biodiversity in Good Company´ Initiative und die Aktivitäten im Rahmen von UBi 2020 präsentiert.
Auf der Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD) wurde 2018 die Action Agenda for Nature and People verabschiedet. Ziel ist es, alle gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt zu mobilisieren und auf den Beschluss ambitionierter Biodiversitätsziele für die Zeit post 2020 hinzuwirken. Die nächste CBD-COP wird im Herbst 2020 in Kunming in China stattfinden.

Mehr Informationen (Englisch):
EU B&B Platform
UN Biodiversity´s Action Agenda for Nature and People
New Deal for Nature
Natural Capital Accounting
We Value Nature

Rückblick - Über 300 Biodiversitäts-Engagierte beim 2. Tag der Insekten Schweiz

Beitrag von: Tina Teucher
Insect Respect, Reckhaus GmbH & Co. KG


Am 19. September kamen im Schweizerischen Aarau über 300 Personen aus Forschung, Politik, Wirtschaft und Naturschutz zum 2. Tag der Insekten Schweiz. Bei der von Insect Respect (Reckhaus) und BirdLife Schweiz organisierten Veranstaltung diskutierten die Teilnehmenden, wie auf Worte konkrete Taten folgen, um das Insektensterben zu stoppen.

Über 300 Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Vereinen, Bildung und Zivilgesellschaft kamen am 19.09.2019 zum Tag der Insekten 2019 in Aarau (CH). Organisatoren waren Insect Respect (Reckhaus) und BirdLife Schweiz. © Andrea Isler, Tag der Insekten Schweiz

Prof. Dr. Josef H. Reichholf, Schmetterlingsfachmann aus Bayern, stellte in seinem Referat fest: «Der Stickstoffdünger ist zum Erstick-Stoff der Artenvielfalt im Kulturland geworden. Pflanzenschutzmittel dezimieren Insekten zusätzlich, genauso aber auch unser maßlos übertriebener Sauberkeitswahn.» Dieser führe vielerorts dazu, dass insektenreiche Straßenränder zu Unzeit gemäht oder öffentliche Flächen mit Gift gespritzt werden.
«Respekt hört nicht bei Zwei- oder Vierbeinern auf. Jeder kann und sollte jetzt etwas gegen das Insektensterben tun», sagte Dr. Hans-Dietrich Reckhaus, Geschäftsführer des Biozidunternehmens Reckhaus und Initiator von Insect Respect. Er selbst dreht sein Geschäftsmodell und kündigte an, sein Geld künftig im Wesentlichen mit der Anlage insektenfreundlicher Lebensräume verdienen zu wollen. Für seine nachhaltige Transformation hatte er am 10. September 2019 den Energy Globe Award Switzerland überreicht bekommen.

Referentinnen und Referenten z.B. vom Schweizerischen Zentrum für die Kartografie der Fauna (SZKF/CSCF) info fauna, von der Schweizerischen Entomologischen Gesellschaft oder von einem Gartencenter zeigten, mit welchen konkreten Projekten sie in ihrem Wirkungsfeld Insekten erforschen oder fördern. In interaktiven Workshops diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, was in verschiedenen Bereichen bewirkt werden kann: In Landwirtschaft und Weinbau, in Kommunen, in Schulen und Universitäten, im Beton- und Kiesabbau, auf Firmengeländen, aber auch bei der Schweizerischen Bundesbahn.

Ulrich Veith, Bürgermeister von der Gemeinde Mals im Südtirol, machte mit seiner Rede über das Projekt „pestizidfreie Gemeinde“ Mut, sich politisch zu engagieren: «Wir wollten nicht warten, bis von den hohen Politikern etwas zum Schutz der Natur und der Insekten kommt, sondern innerhalb der Gemeinde selber etwas unternehmen.»

Die multimediale Tagungsdokumentation erscheint im Dezember 2019 kostenfrei online. Der nächste Tag der Insekten findet im September 2020 in Berlin statt.

Weitere Informationen

Impressum und Disclaimer

'Biodiversity in Good Company' Initiative e. V.
Koordinierungsstelle von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"

Pariser Platz 6
10117 Berlin
Tel +49.(0)30-226050-10/-11
Fax +49.(0)30-226050-19
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www.business-and-biodiversity.de

Kontaktpersonen UBi 2020: https://biologischevielfalt.bfn.de/unternehmen-2020/kontakt.html

Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Vereinsregister-Nr. VR 31061 B

Vorstand gem. § 26 BGB
Geschäftsführerin (Besondere Vertreterin nach § 30 BGB):
Dr. Katrin Reuter
katrin.reuter(at)business-and-biodiversity.de

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